Nagellack. DIY-Projekte. Fotografie.

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Grinsekatzenhenkel-Tasse

Ich war letzte Woche zu Besuch bei meiner Mami und habe dort unter anderem zwei Rohkeramiken bemalt. Die Ergebnisse werde ich hier nach und nach vorstellen. Den Anfang macht eine große Tasse, deren Henkel an die Grinsekatze aus Alice im Wunderland erinnert. 😀

grinsekatzenhenkeltasse

Da mir die Tasse so gut gefällt, habe ich meine Nägel passend dazu lackiert. Für den Ringfinger habe ich Nailvinyls von Svenjas Nailart benutzt und den beerigen Lack aufgetupft. Ich musste zwar ein bisschen ausbessern, aber das fällt zum Glück kaum auf.

inspiredbymy_tasseP2 – heavenly girl
P2 – think big!
Kiko – 330 Lilac
Gestreifte Nail Vinyls von Svenjas Nailart

essie – bahama mama

inspiredbymy_tasse2

Den neuen Alice im Wunderland Film habe ich übrigens noch nicht gesehen. Ihr? Vermutlich werde ich das nächste Woche nachholen, weil ich mir ja im Cineplex die 25-Tage-Kinoflatrate zugelegt habe. Gestern hab ich mir dafür den aktuellen X-Men Streifen in OV reingezogen, den fand ich ziemlich cool. 🙂


Bananaaa Reloaded

Vor zwei Jahren ging hier auf dem Blog mein Beitrag mit den Minions-Nägeln online, als „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ ins Kino kam. Gestern war ich mit Freunden – wieder pünktlich zum Kinostart – im neuen Minions-Film. Also wurde es Zeit für eine Neuauflage des Designs! … Tadaaa:

minions_naegel_2

Und weil das Minion-Design auf dem Blog so beliebt war/ist, habe ich mal etwas Neues gewagt und ein Tutorial gefilmt. Ich hoffe, es gefällt euch! 🙂


Bananaaa!

(Edit Juli 2015: Mein Video-Tutorial zu diesem Design findet ihr *hier* 🙂 )

Hiermit reihe ich mich bei den anderen Verrückten ein, die sich die Minions auf ihre Nägel gepinselt haben. Das Ganze ist nämlich gar nicht mal so unaufwändig!

Heute geht’s ins Kino und ich freu mich schon total! 🙂
Wer sieht sich auch „Ich – einfach unverbesserlich 2“ an?

minions_nägel_1

Manhattan – 15 (gelb)
China Glaze – Strap On Your Moonboots
essence – Dotting Tool
essence – Tribal Summer LE – 01 Aztecs Ceremony (schwarz und pink)
Kiko – 203 French White For Tips
China Glaze – Immortal
Catrice – Bronzed Brown (Caramé LE)
Ein Tutorial zu diesem Nageldesign findet ihr *hier* bei Daily Makeup


I Give It A Year

Nat (Rose Byrne) und Josh (Rafe Spall) sind verliebt. So verliebt, dass sie bereits nach sieben Monaten Beziehung heiraten. Ihre Verwandschaft prophezeit jedoch, dass diese Ehe nicht einmal ein Jahr halten wird. Und tatsächlich stellt sich schnell heraus, wie unterschiedlich die beiden wirklich sind. Zielstrebige Geschäftsfrau trifft auf chaotischen Schriftsteller. Dass Joshs Ex-Freundin Chloe (Anna Faris; „Scary Movie“) und der gutaussehende Geschäftsmann Guy (Simon Baker; „The Mentalist“) auf dem Bildschirm auftauchen, macht ihr Gefühlsleben auch nicht gerade unturbulenter. Nach dem Besuch bei einer pessimistischen Eheberaterin beschließen Nat und Josh aber trotzdem, dass sie an ihrer Beziehung arbeiten und die 1-Jahres-Hürde schaffen wollen…

Mit der Komödie „I Give It A Year“ (bzw. „Das hält kein Jahr…!“) liefert Dan Mazer, der bereits Produzent bei beispielsweise „Borat“ oder „Der Diktator“ war, sein Regie-Debüt. Dementsprechend ist auch der Humor dieses Films eher provokant und zum Fremdschämen. Extrembeispiel ist da zum Beispiel Joshs bester Freund Danny (Stephen Merchant), dessen Sprüche ständig unter die Gürtellinie gehen. Insgesamt sind Story und Charaktere zwar lustig, aber auch arg unglaubwürdig. Schnelle Hochzeit hin oder her… Ich würde behaupten, dass man trotz Verliebtheit innerhalb von sieben Monaten merkt, ob zwei Persönlichkeiten und Lebensstile zusammenpassen. Es ist einfach SO offensichtlich, dass sie es in diesem Fall eben nicht tun. Genau aus diesem Grund ist die Story auch alles andere als überraschend. Weil ich persönlich von zu viel Fremdschämerei irgendwann die Krise bekomme, gibt’s bei „Humor“ einen Punkt Abzug.

Das Beste an dem Kinoabend war eh meine Begleitung Lisa, die den ganzen Film über so ansteckend gekichert hat. Hihi. ♡

Start: 18. April 2013

BEWERTUNGSSYSTEM_DashaeltkeinJahr


Hänsel & Gretel: Hexenjäger (3D)

Das Grimm-Märchen von Hänsel und Gretel sollte wohl jedem bekannt sein. Doch was wurde aus den Geschwistern, nachdem sie die Hexe aus dem Pfefferkuchenhäuschen erfolgreich im Ofen versenkt haben?

Na gut, die ursprüngliche Geschichte des Märchens wurde für den Film leiiicht umgeändert. 😉 So gab es zum Beispiel keine Spur aus Brotkrumen. Ihre Eltern haben sie leider auch nie wieder gesehen, sondern sind zu zweit als Hexenjäger durchgestartet. Eines Tages werden sie nach Augsburg gerufen, wo innerhalb von wenigen Wochen mehrere Kinder von Hexen entführt wurden. Für den bevorstehenden Hexensabbat bei Blutmond haben die Hexen nämlich Übles geplant und benötigen dafür zwölf Kinder und Gretels Herz. Während der Jagd auf die Hexen treffen Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) nicht nur auf einige Helfer, sondern erfahren einiges über ihre Herkunft…

Wer den Trailer gesehen hat, weiß: hier wird kein verträumtes Märchen, sondern knallharte Action geboten! Neben coolen Special-Effects und Animationen gibt es abgefahrene Waffen und Leder-Kostüme zu bestaunen. Der Film ist in technischer Hinsicht gut gemacht und insgesamt ziemlich düster und blutig. Wie es bei Actionfilmen meistens der Fall ist, wird auch hier wenig Wert auf inhaltlichen Tiefgang gelegt. Die Story ist bietet leider kaum Überraschungen. Action allein reicht halt nicht, um Spannung zu erzeugen. Außerdem bleiben einige Fragen offen. Wieso weiß Hänsel zum Beispiel, zwischen welchen zwei Bäumen er im Wald einen Draht spannen muss, wenn die Hexen theoretisch in alle Himmelsrichtungen fliehen könnten?? 😛 Auf Hänsels Turtelei mit einer weißen Hexe wird nur oberflächlich eingegangen. Für romantische Gefühle ist hier keine Zeit! Gretel ist auch nicht gerade eine zarte Lady. Dafür beeindruckt sie mit ihren Kampfkünsten und einem schönen Dekolleté. Der Film lebt also hauptsächlich von den coolen Sprüchen und Effekten. Speziell Liebhaber von 3D-Filmen sollten sich „Hänsel & Gretel: Hexenjäger“ daher eher im Kino ansehen.

Start: 28.02.2013

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Voll abgezockt

Sandy Bigelow Patterson (Jason Bateman) führt in Denver ein geregeltes Leben, bis er Opfer eines Betrugs wird. Dass er nicht gerade einen typisch männlichen Vornamen hat, sorgt bei seinen Mitmenschen nicht nur für Gelächter, sondern wird von der kriminellen Diana (Melissa McCarthy) schamlos ausgenutzt. In Miami lässt sie es unter Sandys Namen und dank seiner Kreditkarte richtig krachen. Als der echte Sandy bemerkt, dass er reingelegt wurde und seine Zukunft auf dem Spiel steht, fasst er den Plan, innerhalb einer Woche die Identitätsdiebin auszuspüren und ihr ein Geständnis zu entlocken. Die falsche Sandy ist in Miami auch ziemlich schnell aufgespürt. Allerdings läuft die 2000 Meilen lange Fahrt zurück nach Denver – wie sollte es anders sein?! – nicht gerade reibungslos ab. Die beiden werden nämlich von Kopfgeldjägern verfolgt, weil Daisy einem gewissen Paolo Geld schuldet.

„Voll abgezockt“ ist eine Komödie, die von Lügen, Katastrophen und Fluchtversuchen geprägt ist. Dank der übergewichtigen, exzentrischen Daisy bekommen wir genug Gelegenheiten zum Fremdschämen. Sandy stellt als anständiger, geduldiger Kerl das genaue Gegenteil von Daisy dar. Der Film ist mit Melissa McCarthy und Jason Bateman in den Hauptrollen passend besetzt, zudem beide Schauspieler bereits in diversen Komödien zu sehen waren. Melissa McCarty ist aktuell im Kino auch in „Immer Ärger mit 40“ vertreten. Jason Bateman hat zuvor zum Beispiel bei „Kill The Boss“ mitgespielt, der ebenfalls wie „Voll abgezockt“ von Regisseur Seth Gordon stammt. Ich finde ja, dass amerikanische Komödien generell nicht besonders anspruchsvoll sind. Hier versucht(!) man durch das Erwähnen von Daisys Lebensgeschichte und ihre daraus resultierende, nunja, Störung etwas Tiefgang ins Drehbuch zu bringen. Der Film ist genregerecht jedoch total unrealistisch und lässt an einigen Stellen „?“-Gedankenblasen über dem Kopf aufploppen. Außerdem lässt sich bemängeln, dass sich der Film trotz des ständigen Chaos etwas zieht. Für ein paar Lacher und etwas Action ist trotzdem gesorgt. Wen interessiert, wie der verrückte Road Trip endet, kann sich den Film ja im Kino ansehen… oder irgendwann auf DVD. Ähem.

Start: 28.03.2013

BEWERTUNGSSYSTEM_vollabgezockt


The Man With The Iron Fists

19. Jahrhundert. China. Der Gouverneur beauftragt Gold Lion, den Anführer des Lion-Clans, den Transport einer Lieferung Gold zu bewachen. Dieser wird jedoch von dem geldgierigen Silver Lion überlistet und von Poison Dagger mit Quecksilber vergiftet. Als Zen Yi (Rick Yune) vom Tod seines Vaters Gold Lion erfährt, macht er sich auf den Weg nach Jungle Village, wo sich der Clan aufhält, um seinen Vater zu rächen. Der Erzähler der Geschichte ist übrigens ein Schmied (RZA), der in Jungle Village Waffen für die Clans herstellt. Er spart sein Geld, damit sich seine Geliebte Lady Silk (Jamie Chung) aus dem Bordell Pink Blossom freikaufen kann, das von Madame Blossom (Lucy Liu) geführt wird. Als Zen Yi von dem scheinbar unverwundbaren Kopfgeldjäger Brass Body (David Bautista) fast zermalmt wird, rettet ihn der Schmied und bringt ihn zu Lady Silk. Als Rache für seine Hilfe werden dem Schmied vom Lion Clan beide Unterarme abgehackt. Der Brite Jack Knife (Russell Crowe) findet ihn und päppelt ihn wieder auf. Anschließend bekommt der Schmied neue Unterarme aus Metall, Iron Fists. Bäm! Endlich sind der Schmied, Zen Yi und Jack Knife bereit, dem Lion Clan gegenüberzutreten und diesem das Gold wieder abzuknöpfen…

Dieser Martial Arts Film ist, um meine gestrige Kinobegleitung Max zu zitieren, ein echtes „Trashfest“! 😀 Er ist so übertrieben und abgedreht, dass es irgendwie schon wieder genial ist. Angefangen bei den Namen für die Charaktere, die zwar total simpel sind, aber einfach wie die Faust (haha) auf’s Auge passen. So sind zum Beispiel die Frisuren der eitlen Lion Clan Mitglieder auch genau so, wie es der Name bereits beschreibt. Die Kampfszenen sind ziemlich kreativ. Hier wird mit allerlei ausgefallenen Waffen und sonstigen Hilfsmitteln gemetzelt. Das Blut spritzt ständig. Augäpfel fliegen durch das Bild. Trotz der Gewalt ist der Film durch die trashigen Elemente ziemlich lustig. Auch die hochkarätige, gut gewählte Besetzung fällt positiv auf. Für Regie und Drehbuch ist RZA verantwortlich, der neben seiner Schauspielerei unter anderem als Mitglied beim Wu-Tang Clan bekannt ist. Das erklärt auch den Rap-lastigen Soundtrack. Tiefgang kann man bei „The Man With The Iron Fists“ zwar absolut nicht erwarten, aber er ist ungewöhnlich inszeniert. Nicht umsonst durfte man da ein „Presented by Quentin Tarantino“ hinzufügen. Am Ende des Films hat man es leider mit der Split Screen Technik übertrieben, aber der Film lebt ja generell von Übertreibungen.

Start: 29.11.2012


7 Psychos

Der irische Drehbuchautor Marty (Colin Farell) arbeitet mehr oder weniger erfolgreich an einer Story mit dem Titel „7 Psychos“. Eigentlich hat er bisher nicht mehr als den Filmtitel und tröstet sich daher mit Alkohol. Sein leiiicht exzentrischer Freund Billy (Sam Rockwell) will ihm unbedingt unter die Arme greifen und startet heimlich eine Anzeige in der Zeitung. Psychos gesucht! Als Marty von seiner Freundin rausgeworfen wird, zieht er zu Billy. Dieser und sein Kollege Hans (Christopher Walken) verdienen ihre Kohle mit dem Kidnappen von Hunden. Als sie unwissend den Shih Tzu des psychopathischen Gangsters Charlie (Woody Harrelson) entführen, fängt der Wahnsinn erst richtig an. Charlie ist total vernarrt in seinen Hund und geht über Leichen, um diesen wieder zu bekommen. So lernen wir im Laufe des Films immer mehr Psychos kennen und Martys Geschichte entwickelt sich…

Der Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh präsentiert uns mit „7 Psychos“ eine grandiose Story-in-Story-Baller-Komödie. Martin bzw. Marty als Drehbuch-Autoren?! Das kann kein Zufall sein. 😉 Der Film ist wahnsinnig skurril. Die Dialoge genial verrückt. Die Besetzung absolut stimmig. Psychos, Geballer, Blut, Gewalt. Und alles nur wegen einem unschuldig dreinschauenden Schoßhündchen. Dank Ausflügen in die Phantasie der Charaktere und einigen Wendungen kommt keine Langweile auf. Lust auf einen epischen Show-Down? Hier gibt es sogar zwei!

Start: 06.12.2012


Dredd

Wie wird die Erde in der Zukunft aussehen? Damit haben sich ja schon einige Filme beschäftigt.
Wird es neuen, coolen, technischen Schnickschnack geben?
Oder befindet sich die Welt in einem katastrophalen Zustand?

Tja… „Dredd“ bietet beides!

An der Ostküste Amerikas leben in Mega City One etwa 800 Millionen Menschen. Die Stadt wird von kriminellen Gangs beherrscht und eine neue Droge, Slo-Mo, die einen die Welt in Zeitlupe sehen lässt, verbreitet sich immer weiter. Der von Bösewichten gefürchtete Judge Dredd (Karl Urban) und seine Rekrutin Cassandra Anderson (Olivia Thirlby) wollen dem Verbrechen in der Stadt entgegenwirken und landen in dem riesigen Wohnkomplex Peach Trees, wo die Drogenbaronin Ma-Ma Angst, Schrecken und Slo-Mo verbreitet. Dort eingesperrt wird den Judges nach ihrem Leben getrachtet. Um Ma-Ma richten zu können, müssen sie sich einen Weg durch das Gebäude bahnen und werden ständig mit Tod und Zerstörung konfrontiert.

Der Film „Dredd“ basiert auf der gleichnamigen Comicfigur aus einem britischen Magazin „2000 A.D.“. Geboten wird uns ein visuell gelungenes Action-Spektakel, das vor allem durch Brutalität und coole Sprüche („Ich bin das Gesetz!“) glänzt. Dennoch garantiert der Streifen 1,5 Stunden durchgehende Unterhaltung und Spannung. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich also in 3D und Zeitlupe zermatschende Körper und Geballer ansehen. 😉

Start: 15.11.2012


Premium Rush

Wow. Wieder ein aktueller Kinofilm mit Joseph Gordon-Levitt. Und dieses Mal schaut er sogar aus wie er. 😉 *klick*

Die Straßen von New York sind bekannt dafür, hektisch, vollgestopft und daher gefährlich zu sein. Der Fahrradkurier Wilee (Joseph Gordon-Levitt) ist hingegen dafür bekannt, sich durch dieses Chaos schnell bewegen zu können. Mit seinem Single-Speeder ohne Bremse heizt er durch die Gegend und ist in der Lage blitzschnell reagieren und ausweichen zu können. Als er eines Tages einen Premium Rush, also einen schnell zu erledigenden Auftrag, bekommt, sind seine Fähigkeiten auf dem Rad gefragt und er wird bis an seine körperlichen Grenzen getrieben. Ein spielsüchtiger, verschuldeter und durchaus krimineller Polizist ist nämlich auf den Umschlag scharf, den Wilee transportiert. Wilee wird quer durch New York gejagt und hat zunächst keine Ahnung, was dieser durchgedrehte Kerl von ihm will, der vor absolut nichts zurückzuschrecken scheint…

Der Film lässt einen ständig mitfiebern, ob und wie es Wilee schafft, dem Polizisten zu entkommen und den Umschlag zuzustellen. Immer wieder legt er dafür coole Stunts und waghalsige Aktionen hin. Natürlich fehlt auch nicht die hübsche Fahrradkurier-Exfreundin, die Wilee beeindrucken will. Ja, diese Beschreibung klingt nach einer echt coolen Socke. Durch die gelungene Besetzung der Rolle mit Joseph Gordon-Levitt wirkt Wilee jedoch keineswegs arrogant, sondern richtig sympathisch. Der Polizist ist hingegen ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Bei „Premium Rush“ ist durch die Erzählweise durchgehend Spannung geboten. Es kommen häppchenweise einige Vor- und Rückblenden vor, damit der Zuschauer die einzelnen Zusammenhänge der Begegnungen besser verstehen kann. (Anm.: Zeitsprünge? Das hatten wir doch auch erst bei Looper! ;)) Lange Fahrradfahrten werden durch Herauszoomen aus der Stadt und dem gleichzeitigen Einblenden von gefahrenen Routen dargestellt. Außerdem wird regelmäßig angezeigt, wieviel Zeit Wilee noch übrig hat, um den wichtigen Umschlag zuzustellen.

Was um Himmels Willen steckt denn in diesem Umschlag???
Findet es raus!
„Premium Rush“ läuft seit dem 18.10.2012 im Kino.


Looper

In ein paar Jahrzehnten sollen Zeitreisen zwar möglich, jedoch streng verboten sein. Nur Kriminelle benutzen um 2070 herum heimlich Zeitmaschinen, um sich ihrer Opfer zu entledigen. Diese werden dann 30 Jahre zurück in die Vergangenheit geschickt, wo sie gegen einen Batzen Silber von Auftragskillern, sogenannten Loopern, beseitigt werden. Joe (Joseph Gordon-Levitt) lebt im Jahre 2042 und ist ein Looper. Wie er das wurde? Nun, er war bereits früh kriminell unterwegs. Ein Mann aus der Zukunft wurde schließlich auf ihn aufmerksam und sah ihn auf die schiefe Bahn geraten. Also drückte er Joe eine Waffe in die Hand und machte ihn zum Auftragskiller. Totale Verbesserung, nicht wahr!? 😉 Doch zurück zur Handlung des Films… Als plötzlich Joe’s älteres Ich (Bruce Willis) aus der Zukunft auftaucht und Joe ihn nicht jobgemäß umlegt, werden beide Joes zu Gejagten der Looper. Während Joe versucht, wieder sein altes Looper-Leben zu bekommen, will seine ältere Ausgabe den sogenannten „Rainmaker“ ausfindig machen und töten, da dieser in der Zukunft Angst und Schrecken verbreiten wird.

Der Film ist gar nicht so einfach zu erklären, weil er relativ komplex ist und ich nicht zu viel spoilern will. Man darf sich jedenfalls auf eine Menge Spannung und Action, Blut und Gewalt, Verfolgungsjagden, Drogenkonsum, futuristische Technik, aber auch etwas Romantik einstellen. Zudem sind mit Schauspielern wie Bruce Willis, Joseph Gordon-Levitt und Emily Blunt einige bekannte Gesichter geboten. Wo wir wiederum bei einer Sache wären, die mich während des Films höchst verwirrt hat. Und zwar schaut Joseph Gordon-Levitt zu Beginn des Films noch nach Joseph Gordon-Levitt aus. Plötzlich dann aber irgendwie anders. (Anm.: Max kann bestätigen, dass ich ihm mehrmals im Kino zugeflüstert habe, dass die unter dem Film den Schauspieler ausgewechselt haben.) Wie ich herausgefunden habe, ist der Hintergrund dazu, dass sie Joseph Gordon-Levitt ordentlich in der Maske hingeschminkt haben, damit er seinem zukünftigen Ich (wir erinnern uns: Bruce Willis!) ähnlicher sieht. Hier ein Vergleich:

Links = „Normalzustand“; Rechts = irgendwie total anders (ich sag nur: „Augenbrauen!“)

„Looper“ ist aufgrund der Zeitsprünge ziemlich komplex. Man muss also aufmerksam sein und zwischendrin auch etwas nachdenken, was bei der durchgehend gebotenen Spannung aber zu schaffen ist. Außerdem hat der Film ein kaum vorhersehbares Ende, was bei Actionfilmen ja sonst eher selten ist. Sowohl von der Story als auch der Umsetzung ist „Looper“ ein gelungener futuristischer Actionstreifen und daher durchaus empfehlenswert. Schaut ihn euch an! Dann erfahrt ihr auch, wieso Looper so heißen, wie sie heißen! 😉

Start: 03.10.2012


Wer’s glaubt wird selig

Winter ohne Schnee kann ja theoretisch ganz angenehm sein. Außer man möchte Skifahren. Oder man wohnt in Haunzenberg. Dieser bayrische Ort lebte nämlich früher von dem Skitourismus und droht nun dank ausbleibendem Schneefall immer mehr auszusterben. Das Nordlicht Georg (Christian Ulmen) ist vor Jahren der Liebe wegen dorthin gezogen. Seine Ehe war jedoch lebendiger, als seine Schwiegermutter Daisy sich noch nicht die dünnen Schlafzimmerwände zunutze gemacht hat, indem sie das Paar von nebenan mit lauten Gebeten stört. Georgs weitere Bemühungen das Liebesleben auf Trab zu bringen, enden im tragischen Tod der lästigen Schwiegermutter durch ein massives Jesuskreuz. Um seine Ehe und den Tourismus im Dorf retten zu können, kommt ihm die Idee, Daisy heilig sprechen zu lassen. Dafür reist er unter anderem in den Vatikan und lässt mächtig seine Kreativität spielen. Natürlich kommt aber mal wieder alles ganz anders als geplant.

Der neue Film „Wer’s glaubt wird selig“ von Marcus H. Rosenmüller ist wie seine Vorgänger (z.B. Wer früher stirbt ist länger tot, Sommer in Orange) eine gelungene bayrische Komödie. Wieder werden Klischees wie das idyllische Kuhkaff, die katholische Kirche oder das aufeinandertreffen verschiedener Dialekte aufgegriffen. Die Besetzung des Films mit dem tollpatschigen Christian Ulmen ist sehr gelungen. Auch die Nebendarsteller glänzen in dem Film. Mit Hannelore Elsner als Schwiegermutter Daisy hat man sich ein weiteres bekanntes Gesicht ins Boot geholt, allerdings hätte ich mir eine faltigere Oma mit quengelnder Stimme und urbayrischem Dialekt noch besser vorstellen können. „Wer’s glaubt wird selig“ ist eine schön-chaotische Heimatkomödie, die ich durchaus weiterempfehlen kann.

Start: 16. August 2012


Magic Mike

Und gleich die nächste Kinokritik hinterher:

Ein nackter Männerhintern. Das weibliche Kinopublikum freut sich: „Hrrr!“
Szenenwechsel und man sieht… Brüste! Nun freuen sich die Männer. 😉 Das bleibt in dem Film „Magic Mike“ jedoch nicht unbedingt so.
In dem neuen Werk des Regisseurs Stephen Soderberg zeigen männliche Stripper ihre Tanzkünste auf der Bühne. Magic Mike (gespielt von Channing Tatum) ist die Nummer Eins im Stripclub “Xquisite”. Doch der vielseitige Unternehmer hat auch noch andere Pläne in seinem Leben. Zum Beispiel: Möbel bauen. Mit seinem nächtlichen Job verdient er zwar nicht schlecht, hat Spaß und kann reihenweise Frauen abschleppen, doch irgendwie ist er trotzdem unzufrieden. Als Mike den 19-jährigen Adam (später „The Kid“ genannt) kennenlernt und diesem seine Welt näher bringt, lernt er auch Adams Schwester Paige kennen und verknallt sich in sie. Diese ist von dem Job der Jungs aber alles andere als begeistert…

Abgesehen von viel nackter Haut und ausgefallenen Bühnen-Choreos bietet der Film unter anderem viele kreischende Frauen, einen chaotischen Jungspund, ein kleines Schweinchen mit durchgeknallter Besitzerin und eine etwas undurchsichtige Romanze. Auffällig ist außerdem der gelbe Farbfilter, der bei den Tag-Szenen verwendet wurde. Leider fehlt bei dem Film jedoch neben dem Tiefgang auch die Spannung.
Fun Fact: Der Film basiert auf den Erlebnissen des Hauptdarstellers Channing Tatum, der mit 19 Jahren als Tänzer unterwegs war.

Start: 18. August 2012


Merida

Nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder eine Kinokritik.
(Liebe Julie, ich hoffe, du freust dich jetzt! 😉 )
Und auch ein neues Bewertungssystem. Das seht ihr am Ende des Artikels.

Schottland im 10. Jahrhundert. Die Königstochter Merida kommt ins heiratsfähige Alter und ihre Eltern veranstalten einen Wettkampf im Bogenschießen, um einen Bräutigam für sie zu finden. Im Gegensatz zu ihrer Mutter hält Merida nichts von Traditionen. Der selbstbewusste Rotschopf will lieber in den schottischen Wäldern Abenteuer erleben und selber mit dem Bogen rumhantieren. Um ihr Schicksal ändern zu können, lässt sie ihre Mutter einen Zauberkuchen essen. Leider verwandelt diese sich dadurch in einen *wirdnichtverraten*. Und leider ist Meridas Vater zufällig ein gefürchteter *wirdnichtverraten*-jäger. (Will ja nicht spoilern :D) Merida muss den Zauber irgendwie rückgängig machen, um ihre Mutter retten zu können. Dabei gerät sie in der magischen Welt des mittelalterlichen Schottlands in nicht gerade ungefährliche  Situationen.

Das animierte Märchen aus dem Hause Pixar wurde mit viel Phantasie, Liebe zum Detail und ausgefallenen Charakteren gestaltet. Durchgehende Unterhaltung wird durch die wunderschöne Inszenierung, verspielte Figuren, viel Humor und Spannung garantiert.

Start: 02. August 2012


Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Tom Cruise ist momentan im Kino mal wieder als Mission: Impossible Agent Ethan Hunt unterwegs. Im neuesten und vierten Film mit dem Titelzusatz „Phantom Protokoll“ darf man durchaus gespannt sein, ob eine Fortsetzung der Filmreihe gelungen ist und der umstrittene Tom Cruise als Actionheld Sympathiepunkte sammeln kann.

Man hält den Atem an und die Hände schwitzen ohne Ende, während man beobachtet, wie  der IMF-Superagent Ethan Hunt mit zwei saugnapfartigen Handschuhen im drölfhundersten Stock die Fensterwand eines Wolkenkratzers hochklettert. Sein Leben hängt nur von dieser neuen Technik ab, deren Funktion noch nicht ganz ausgereift scheint. Brenzlige Situationen, die uns derart mitfiebern lassen, ziehen sich durch den ganzen Film. Doch Ethan Hunt und sein Team haben ständig kreative Ideen, um mit technischem Spielzeug, Verkleidungen und eigentlich unmöglichen Aktionen an das gewünschte Ziel zu kommen. Der Auftrag lautet diesmal, einen russischen Bösewicht mit astronomisch hohem IQ zu verfolgen und auszuschalten, da dieser Verrückte aus nicht nachvollziehbaren „Friedensgründen“ mit einer Atombombe die Welt platt machen will.

Erwartungsgemäß läuft bei dieser Mission, die unsere Helden rund um den Globus führt, erst einmal einiges schief. Nachdem der Kreml in die Luft gejagt wird, aktiviert der amerikanische Präsident das Phantom Protokoll und verleugnet damit die IMF, wodurch das Team unter keinen Umständen mehr negativ auffallen darf. Aus den Jägern werden Gejagte. Diverse Auseinandersetzungen mit Schurken und nicht funktionierender Technikkram erschweren den Auftrag erheblich. Doch wie es sich für einen guten Actionhelden gehört, gelingt es Ethan Hunt das „im“ aus der Mission: Impossible zu streichen.

Tom Cruise, der aus der Mission: Impossible Reihe nicht mehr wegzudenken ist, zählt vor allem wegen seinen privaten Schlagzeilen der letzten Jahre nicht gerade zu den beliebtesten Schauspielern. Dass man als Actionheld für gewöhnlich alles kann und weiß, sorgt auch nicht unbedingt für mehr Sympathie und Glaubwürdigkeit. Das Action-Genre bietet optimalen Platz, um sich selber übertrieben gut darzustellen. Tatsächlich lernt man im vierten Teil auch andere, sensiblere Seiten von Ethan Hunt kennen, als es um sein privates Schicksal geht. Außerdem steht die Figur nicht ständig im Mittelpunkt. Hunt legt zwar die gefährlichsten Stunts hin, aber auch sein Team trägt einiges zum Erfolg des Auftrags bei. Der neue Mission: Impossible Film zeigt uns keine durchgehend obercoolen Superhelden, sondern manchmal auch tragische oder besonders lustige Szenen. Zu letzterem trägt vor allem Simon Pegg bei, unter anderem bekannt durch den Film „Hot Fuzz“, der Hunts tollpatschigen Kollegen Benji spielt. Der vierte Teil bietet gute Action, Stunts und Effekte mit zusätzlich etwas mehr Tiefgang als bei vielen anderen Filmen dieses Genres!


Wenn sich Eltern auskotzen

Roman Polanski hat Yasmin Rezas erfolgreiche Tragikomödie  „Der Gott des Gemetzels“ von der Theaterbühne auf die Leinwand gebracht. Nach einer Prügelei von zwei Jungen treffen sich die Eltern der beiden für ein klärendes Gespräch. Nach anfänglicher Freundlichkeit lassen die Erwachsenen ihre zivilisierten Hüllen fallen und liefern sich ein verbales Gemetzel, in dem es bald heißt: jeder gegen jeden.

Mit einem Stock „bewaffnet“ hat ein Junge seinem Klassenkameraden zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Das ist der eigentliche Grund für das Aufeinandertreffen der Familien Cowan und Longstreet. Die Spannung zwischen den Eltern wächst jedoch während des anfänglich noch vernünftigen Klärungsgesprächs immer mehr. In der engen Wohnung in Brooklyn werden so neben falschen Erziehungsmethoden und unterschiedlichen Moralvorstellungen Eheprobleme und Statusunterschiede debattiert. Unter Einfluss von Alkohol zeigen die Eltern ihr wahres Gesicht und kotzen sich im wahrsten Sinne richtig aus. Dank genial geschriebener Dialoge geht hier ein Konfliktthema fließend in das nächste über.

Die Besetzung des Films mit Oscar-prämierten und -nominierten Stars wie Kate Winslet, Jodie Foster, Christoph Waltz und John C. Reilly hätte kaum besser sein können. Besonders Waltz überzeugt in seiner Rolle als Anwalt, der ständig an seinem Handy hängt, provozierende Sprüche klopft und dazu fies grinst. Der Zuschauer kann in diesem Spektakel jedoch nur schwer für eine der Personen Partei ergreifen, da jeder der vier Erwachsenen auf seine Art ein ziemlicher Kotzbrocken ist. Wie auf einer Bühne fliegen in „Der Gott des Gemetzels“ auf engstem Wohnraum die Fetzen, beziehungsweise Handtaschen, was sehr an die Vorlage des Theaterstücks erinnert.  Polanski arbeitet nur wenig mit Musik und setzt bei zunehmendem Betrunkenheitsgrad der Eltern eine wackelige Handkamera ein, wodurch sich der Zuschauer noch besser in die eskalierende Situation hineinversetzen kann. Polanski hätte das Theaterstück kaum besser verfilmen können.

Nicht nur im Theater, sondern auch im Kinosaal muss man jedoch in passender Stimmung für die Streitgespräche zwischen den Eltern Cowan und Longstreet sein. Wer dem verbalen Gemetzel folgen will, kann sich auf etwa 80 Minuten provokante Dialoge einstellen, die einen sowohl zum Lachen als auch zum Verzweifeln bringen. Dabei stellt man sich als Zuschauer stets die Frage, ob nicht die Eltern die eigentlich streitenden Kinder sind. Keiner gibt nach, keiner verlässt die Wohnung und dennoch fühlen und verhalten sich alle furchtbar. Die Spannungen und Unterschiede zwischen den einzelnen Charakteren werden hervorragend herausgearbeitet. Zudem liefert Kate Winslet auf jeden Fall eine der besten Kotzszenen, die es im Kino bisher zu sehen gab. Na, wenn das nicht Hunger auf mehr macht!


Eine dunkle Begierde

Eine junge Frau wird in eine psychiatrische Klinik in der Schweiz gebracht. Sie ist hysterisch. Schreit. Kreischt. Lacht irre. Verrenkt ihre Gliedmaßen und schiebt den Unterkiefer auf groteske Weise nach vorne. Sie matscht in ihrem Essen herum und auch der Matsch im Gartenteich scheint für sie besonders gut geeignet, um sich damit einzureiben. Für uns ist klar: Diese Frau hat nicht mehr alle Tassen im Schrank und hat eine Behandlung in dieser Klinik bitter nötig. Umso erstaunlicher ist die Information, dass diese junge Frau, Sabina Spielrein, später zu einer bedeutendsten Pionierinnen der Psychoanalyse wird.

Der Film „Eine dunkle Begierde“, der die Geschichte der Psychoanalytiker Sabina Spielrein, C.G. Jung und Sigmund Freud, sowie ihre Beziehung zueinander darstellt, basiert auf einem Theaterstück. Regisseur David Cronenberg hat sich dieser Story angenommen und in Zusammenarbeit mit Hollywood-Stars wie Keira Knightley (Sabina Spielrein), Viggo Mortensen (Sigmund Freud) und Michael Fassbender (C.G. Jung) verfilmt. Seit 10. November 2011 läuft der Streifen in den deutschen Kinos. Abgesehen von der Starbesetzung und idyllischen Drehorten ist der Film leider wenig spektakulär.

Die bereits erwähnte junge Russin Sabina Spielrein soll von dem bekannten Psychoanalytiker C.G. Jung therapiert werden. Er findet heraus, dass sich die Ursachen für ihre psychischen Anfälle auf elterliche Gewalt und Demütigungen zurückführen lassen, die Spielrein seit früher Kindheit sexuell erregen. An dieser Stelle kommt Sigmund Freuds Theorie der Psychoanalyse zur Geltung, wonach alle psychischen Störungen sexuell interpretierbar sind. Der Fall Spielrein schafft also eine Verbindung zwischen den Analytikern Jung und Freud. Es entsteht außerdem eine Freundschaft und lässt Sigmund Freud hoffen, in Jung einen würdigen Nachfolger für die Anwendung seiner Methoden gefunden zu haben. Spielrein macht schnell Fortschritte, erweist sich als äußerst intelligent und festigt ihren Wunsch, später ebenfalls Ärztin werden.

Nicht umsonst scherzt man heutzutage, vor allem Psychologen seien diejenigen, die eine Therapie besonders nötig hätten. Hierzu ist das erste Beispiel in „Eine dunkle Begierde“ der Fall Spielrein. Doch auch C.G. Jung wird von unterdrückten sexuellen Trieben geplagt, die er mithilfe von Sabina als seine Geliebte zu lösen versucht. Ein Verhältnis mit seiner Patientin anzufangen ist jedoch keine ungefährliche Behandlungsmethode, wie Jung schmerzlich erfahren muss.

„Eine dunkle Begierde“ vermittelt Informationen zur Psychoanalyse und Werte wie Freundschaft, Treue und Moral. Ebenso zeigt er auf, wie schnell diese Werte verletzt werden können. Keira Knightley hat sich jedoch beim Umsetzen ihrer Rolle zu sehr an die Vorlage des Theaterstücks gehalten, da ihr Spiel übertrieben wirkt. Aufgrund der Zeitsprünge im Film scheint Sabina Spielreins Heilung sehr unglaubwürdig. Für einen Film mit historischem Hintergrund ist „Eine dunkle Begierde“ bis auf genannte Rolle sehr authentisch umgesetzt. So wurde neben Pferdekutschen und zeitgemäßer Kleidung auch auf kleinste Details wie die Zigarrenstummel von Sigmund Freud geachtet. Lediglich der Unterhaltungsaspekt des Films wurde vernachlässigt, ein Spannungsbogen ist kaum vorhanden. So lässt einen der Film mit eher müden Augen auf dem Kinositz zurück.

„Eine dunkle Begierde“ läuft bereits seit dem 10. November 2011 in den deutschen Kinos.


Contagion

Seit dem 20.10.2011 läuft „Contagion“ in den deutschen Kinos.

Hongkong ist kein ungefährliches Pflaster. Das bekommt Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) zu spüren, als sie kränkelnd von ihrer Geschäftsreise zurückkehrt und nach wenigen Tagen verstirbt. Innerhalb kürzester Zeit treten weltweit ähnliche Todesfälle auf. Wissenschaftler finden heraus, dass ein aggressives Virus dafür verantwortlich ist und versuchen schnellstens einen Impfstoff zu finden. Die Bevölkerung wird aufgefordert zuhause zu bleiben und mit niemandem in Kontakt zu treten. Stattdessen bricht jedoch eine Massenpanik aus: Chaos und Kriminalität prägen das Straßenbild.

Abgesehen von der spannenden Inszenierung ergeben sich einige Unstimmigkeiten in der Kausalkette. Unter anderem wird die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes viel zu simpel dargestellt, da das Virus als äußerst komplex beschrieben wird.  Die Gefahr von Nebenwirkungen des Impfstoffes wird zwar kurz angesprochen, aber in der Story nicht weiter thematisiert. Auch für das entstandene Chaos findet man plötzlich eine Lösung. Irgendwie.

Der Regisseur Steven Soderbergh wurde vor allem durch die Ocean‘s-Reihe bekannt und konnte dank hoher Star-Besetzung in seinen Filmen schon einige kommerzielle Erfolge verzeichnen. So treten auch in seinem neuesten Werk Contagion unter anderem Hollywood-Größen wie Matt Damon, Gwyneth Paltrow und Kate Winslet auf. Mit dem Spiel von Zeit- und Handlungsebenen bleibt Soderbergh seinem Stil treu. Man kann dadurch den Verlauf der Pandemie aus der Sicht von mehreren Einzelschicksalen beobachten, die jedoch nicht im gleichen Maße begleitet werden.

Letztendlich stellen sich die entscheidenden Fragen: Wer überlebt? Wer erweist sich als Retter der Menschheit? Und wer verliert aus Panik und Egoismus seine Menschlichkeit?


Killer Elite

Diesen Donnerstag, also am 27. Oktober, kommt der Actionfilm „Killer Elite“ in die deutschen Kinos.
Der Titel sagt eigentlich alles über den Film. Er handelt von den besten Auftragskillern, geheimen Spezialeinheiten, viel Rumgeballere und… Rache! Mwahaha!
Für die Hauptrolle in diesem Film konnte wohl kaum einer besser geeignet sein als Jason Statham, der schon in anderen Actionfilmen (z.B. Crank) den coolen Auftragskiller spielte. Aber auch Robert De Niro und Clive Owen passen überzeugend als Darsteller in das Konzept.

Schaut euch bitte mal den Trailer dazu an. Ich finde, dass man durch ihn eine völlig andere Story vermittelt bekommt! Mich hat das äußerst verwirrt. Ich vermute aber, dass das Absicht war, um den Zuschauer zu überraschen…. öh.

Was uns der Trailer meiner Meinung nach vermittelt:
Jason Statham muss Robert De Niro befreien, der von Clive Owen entführt wurde…

…um was es in dem Film wirklich geht:
Danny (Jason Statham) hat dem Job als Auftragskiller abgeschworen, bis sein Freund und Kollege Hunter (Robert De Niro) von einem arabischen Prinzen gefangen genommen wird. Dieser fordert, dass seine drei Söhne, die vor Jahren in einem Krieg von britischen SAS-Einheiten getötet wurden, nun auf „unauffällige“ Weise gerächt werden. Allerdings kommt man nur schwer an SAS-Leute ran, was die Erfüllung dieses Auftrags erschwert. So gibt es zum Beispiel den Ex-SAS Spike (Clive Owen), der schnell merkt, dass man es auf seine Leute abgesehen hat und diese beschützen will. Außerdem steht Spike in Kontakt mit der Geheimorganisation The Feather Men. Danny und seine Crew tüfteln weiterhin kreative Mordpläne aus. Man muss jedoch ständig auf der Hut vor Spike sein. So reisen die Killer ständig zwischen dem Oman, Frankreich und England hin und her.
Wird es Danny schaffen, endlich mit dem Killer-Dasein abzuschließen und heil aus der Geschichte rauszukommen?

Ich fand den Film… naja. Er war schon spannend, aber hat sich ziemlich gezogen. Dauernd gab es neue Leute, die umgebracht werden sollten und Spike musste auch ständig auftauchen. Und ich… hab eigentlich die ganze Zeit darauf gewartet, dass -wie durch den Trailer verwirrt- Hunter endlich entführt wird. 😀 Die Besetzung mit den Schauspielern ist gut gelungen und die Story ist im Prinzip auch nicht schlecht. Es gab aber keinen richtigen Spannungsbogen, sondern eher eine Spannungswelle, wodurch sich der Film gefühlt ziemlich in die Länge gezogen hat.
Hinzuzufügen wäre noch, dass der Film auf dem Buch „The Feather Men“ basiert, dass der ehemalige SAS-ler Sir Ranulph Fiennes geschrieben hat.


Real Steel

Am 03.11. kommt der Robobox-Film „Real Steel“ in die deutschen Kinos.
Neben actionreichem Roboterverhauen wird außerdem eine besondere Vater-Sohn-Geschichte erzählt…

Seit Boxer Charlie (Hugh Jackman) in einem wichtigen Kampf in der Endrunde verloren hat, bekommt er sein Leben nicht mehr auf die Reihe. Anstatt selber zu Boxen, spezialisiert er sich auf Kämpfe mit menschenähnlichen Robotern, was immer populärer wird und das „normale“ Boxen in der Zukunft vollständig ablöst. Doch Charlie überschätzt sich ständig. Er betrinkt sich, verliert Kämpfe, verschuldet sich und legt sich mit fiesen Schlääägerburschen an. Sein Leben macht eine Wendung, als er von dem Tod seiner Exfreundin erfährt, mit der er einen Sohn hat: Max. Vater und Sohn hatten bisher noch keinen Kontakt. Bevor Max‘ Tante das Sorgerecht übernimmt, kümmert sich Charlie einen Sommer lang um ihn.
Nach ersten Anlaufschwierigkeiten kommen sie sich durch Max großes Interesse an Kampfrobotern schnell näher. Der Elfjährige Määäx ist nämlich nicht nur äußerst cool und schlagfertig, sondern auch der Oberchecker in technischen Dingen. Bei einem Ausflug auf den Schrottplatz stößt Max auf einen ausrangierten Roboter: Atom. Dieser besitzt die Fähigkeit, Bewegungen nachzuahmen und viel einstecken zu können. Max erkennt sofort Atoms Potential und überredet den erfahrenen Boxer Charlie, Atom zu trainieren und mit ihm bei Kämpfen anzutreten.

Ich finde, der Film ist echt super gemacht. Die Schauspieler sind gut, auch wenn die Rolle des obercoolen elfjährigen Max nicht ganz authentisch rüberkommt. Die Animation der Roboter ist sehr realistisch. Außerdem finde ich es gut, dass neben dem ganzen Box-Draufhau-Action-Kram, der für die nötige Spannung sorgt, der emotionale Teil mit der Vater-Sohn-Geschichte vorhanden ist.


Eine ganz heiße Nummer

Am 27. Oktober kommt der Film „Eine ganz heiße Nummer“ in die deutschen Kinos, welchen wir uns am Montag bereits in der Sneak anschauen durften.
(Wie mir der Herr Joker mitgeteilt hat, spielt ein fast-Nachbar von mir, Sigi Zimmerschied, den Pfarrer Gandl. Bin diesem aber noch nie über den Weg gelaufen. Oder hab nicht darauf geachtet. Hmmm…)

Juhu, mal wieder eine Komödie, die in Bayern spielt. Hatten wir ja neulich erst mit „Sommer in Orange„.

Maria, Waltraud und Lena leben in einem bayrischen Kaff und arbeiten dort in einem Lebensmittelladen. Wie es sich für das erzkatholische Bayern gehört, gehen alle drei brav regelmäßig in die Kirche und sind auch bei so einer komischen katholischen Frauengruppe.
Leiiider will aber keiner bei ihnen einkaufen und so verfallen bei ihnen im Laden sogar die Konserven. Die anderen Dorfbewohner fahren lieber zu ALDI, wo es billiger ist. So kommt eines Tages ein Kerl von der Kreditabteilung in das Geschäft… Während des Geschäfts! *grins* 😛 Die drei Frauen haben vier Wochen Zeit, um Geld zu beschaffen, sonst müssen sie den Laden schließen. Dank eines nervigen Anrufers und eines „fitten“ Opis kommt Maria auf die Idee, dass man doch mit Telefonsex viel Kohle verdienen könne. Nachdem sie die anderen von dieser Idee überzeugt hat, üben sie daheim gemeinsam Stöhnen. Es werden Flugzettel mit der gaaanz heißen Nummer verteilt und sie nennen sich Maja, Sarah und Lolita. Nach etwas Einarbeitungszeit verdienen sie richtig gut. Die Bürgermeistersgattin merkt jedoch schnell, dass da mit dem schnellen Geldsegen irgendetwas nicht stimmen kann und spioniert ihnen ein wenig hinterher. In dem katholischen Dörfchen wäre es schließlich ein Skandal, wenn das jemand mit dem Telefonsex herausbekommt.
Zeitgleich bereitet sich das Dorf  auf einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Regensburger Doms vor, wofür Waltrauds Mann die Fenster entwerfen soll. Umso schlimmer wäre es dann, wenn es an die Öffentlichkeit gelangt, was sich Unkeusches in der kleinen Gemeinde abspielt… Huiui!

Der Film ist echt lustig, die Story gut und man darf sich auf viel bayrischen Dialekt einstellen.
Unbedingt anschauen!


The Guard

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Am 22. September kommt „The Guard“ in die deutschen Kinos. Ich verrate jetzt schonmal: Wer zu dieser Zeit Lust auf Kino verspürt, sollte sich diesen Film unbedingt zu Gemüte führen!

Gerry Boyle ist ein etwas älterer Polizist, der in der irischen Provinz Connemara für Recht und Ordnung sorgen soll. Es passiert dort nicht viel. Nur ab und zu rasen sich ein paar Jugendliche zu Tode, deren Drogen er dann einstecken kann… Ähem. 😛 Bis eine merkwürdig dekorierte Leiche gefunden wird. Boyles neuer Kollege meint daraufhin, dass es doch mal interessant wäre, zu einem Vortrags des FBI zu gehen. Diesem Vorschlag folgt Boyle sogar, obwohl der Polizist mit den unkonventionellen Methoden sonst nicht viel von Vorgesetzten und Schlaumeiern hält (vor allem wenn diese aus Dublin kommen^^). Bei diesem Vortrag über Drogenschmuggel trifft er erstmals auf den afroamerikanischen FBI-Agent Wendell Everett. Spääätestens jetzt merkt jeder, dass Gerry Boyle ein seeehr spezieller Zeitgenosse ist. Er bringt einfach oft Kommentare und Aktionen, die total strange sind (siehe Trailer!). Man könnte meinen, dass er wirklich so beschränkt denkt, aber es steckt wohl einfach ein ziemlich seltsamer Humor dahinter und so blöd ist er eigentlich gar nicht. Auf seine eigene Weise ist er sogar irgendwie cool…
Boyle und Everett werden in der Ermittlung gegen die Drogenschmuggler zu Kollegen und nach ersten Spannungen verstehen sich die beiden relativ gut. Im weiteren Verlauf des Films wird unter anderem gezeigt, wie korrupt viele Polizisten sind und wir bekommen nebenbei auch noch einen Einblick in Boyles Privatleben. Ob und wie die äußerst gefährlichen Drogenheinis gestoppt werden können, dürft ihr selber herausfinden…

Also los, anschauen und danach ein Guinness im örtlichen Irish Pub genießen! 🙂


Roller Girl

Diese Woche kam in der Sneak „Roller Girl“.
In den USA wurde er eigentlich schon 2009 produziert, in Deutschland kommt der Film komischerweise erst am 1. September, also nächste Woche, in die Kinos.
Regie führt Drew Barrymore, die auch selber eine Rolle in „Roller Girl“ spielt. *roll* 😛

Wie man anhand des Trailers bereits sieht, spielt Ellen Page die Hauptrolle.  Die Schauspielerin ist unter anderem aus Filmen wie „Juno“ und „Inception“ bekannt. Das Mädchen, Bliss Cavendar, das Ellen Page in „Roller Girl“ spielt, erinnert stark an Juno. Wieder ein rebellisches, minderjähriges Mädchen, das weiß was sie will und einen sehr individuellen Stil hat.

Von ihrer Mutter wird Bliss regelmäßig dazu genötigt an Schönheitswettbewerben teilzunehmen. Eines Tages, als sie mit ihrer Mutter beim Shoppen ist, sieht sie punkige Mädels auf Rollschuhen, die Flyer für ein Frauen-Roller-Derby verteilen. Sie überredet ihre beste Freundin Pash mit ihr dorthin zu fahren. Bliss ist total begeistert und will unbedingt beim Training mitmachen, wofür man eigentlich volljährig sein muss. Doch sie will endlich raus aus ihrem texanischen Kaff und diese neue Welt entdecken. So gibt sie sich einfach als 22jährige aus und fährt mit dem Bingobus nach Austin zum Training.
Im Roller-Derby scheint sie ihre Bestimmung gefunden zu haben. Sie trainiert sehr viel und wird in das Team aufgenommen, weil sie so schnell ist. Außerdem lernt sie den Musiker Oliver kennen und lieben. Alles scheint wunderbar zu sein. Doch natürlich fliegt ihr heimliches Hobby bei den Eltern auf, genauso wie die Tatsache, dass sie erst 17 ist. Ihre Freundschaft zu Pash leidet unter ihren neuen Interessen und auch ihre Beziehung mit Oliver scheitert, weil dieser als Rockstar herumtourt, viele Mädels kennenlernt und Bliss ihm daher nicht trauen kann.
In welchem Ausmaß es doch noch ein Happy End gibt, dürft ihr euch selber anschauen!

Ich fand den Film echt super! Bei uns im Kino gab es leider Probleme mit der Audiospur, weswegen viele gemeckert haben, aber abgesehen davon gefiel uns das Ganze sehr. Der Film ist schön inszeniert und es spielen viele bekannte Hollywoodgesichter mit. Lediglich die Liebesgeschichte hätte minimal stärker ausgebaut sein können. Und das sage ich jetzt, obwohl ich sonst nicht so auf Schnulzenkram steh’… Das war halt so plötzlich vorbei. Hmm.


Sommer in Orange

So. Ich hab mir jetzt vorgenommen, öfters Filme aus der Sneak Preview vorzustellen.
Ich geh‘ ja eh jede Woche…

Diesen Montag lief die deutsche Komödie „Sommer in Orange“.
Offizieller Kinostart ist in Deutschland am 18. August.

Der Film handelt von einer Gruppe Bhagwan-Anhängern, die auf einem geerbten Bauernhof in Bayern ein Therapiezentrum aufbauen wollen.
Von ihrer Kommune in Berlin ziehen sie in das Kaff Talbichl. Dass man im erzkatholischen Bayern mit der starken Auslebung von spirituellen Riten eher weniger gut ankommt, dürfte klar sein. Es prallen einfach zwei Welten aufeinander. So werden die orange gekleideten „Neuen“ teilweise sogar für Terroristen und Kriminelle gehalten.
Lili und Fabian sind die einzigen Kinder dieser Gruppe und haben es nicht leicht Anschluss in der Dorfgemeinschaft zu finden. Ihre Mutter Amrita ist so sehr mit ihrer Selbstfindung beschäftigt, dass sie gar nicht merkt, wie sehr vor allem Lili dieser Umstand bedrückt. Lili schämt sich für die Gruppe und versucht sich immer mehr den Dorfbewohnern anzupassen. Sie tauscht ihre orangen Klamotten gegen traditionelle bayrische Kleider ein und tritt in einen Verein ein, um beim Dorffest mitmachen zu können.
Neben Lilis Problemen kommt noch das Chaos innerhalb der Gruppe dazu. Nicht jeder scheint ein echter Veggie zu sein oder polygam leben zu wollen. So gibt es neben dem Stress mit den Dorfbewohnern einige Eifersuchteleien, z.B. als Amrita den Bhagwan-Vertrauten Prem Bramana anschleppt oder eine andere aus der Kommune den Postboten vernascht.

„Sommer in Orange“ ist meiner Meinung nach ein klischeegeladener Film mit überspitzt dargestellten Charakteren. Doch genau dieses Übertriebene ist witzig. Ich finde den Film sehr gelungen.