Nagellack & DIY-Projekte

Schwedäään – Lost Place

12. März 2014 – ca. 12:30 Uhr. Irgendwo in Schweden zwischen Mora und Karlstad. Tank fast leer!

Die Tankstelle, die wir zuerst angesteuert hatten, war so eine blöde hier-nur-mit-Karte-zahlen-Tanke, die sich nicht mit Matthias‘ Karte verstand. Zu der nächsten mussten wir ca. 35 Kilometer fahren, was wir gerade noch schafften. Dort angekommen die Ernüchterung: Auch eine hier-nur-mit-Karte-zahlen-Tanke… -.- Da standen wir also an der %&*§#-Tankstelle und uns blieb nichts anderes übrig, als auf einen vorbeischlendernden Schweden mit funktionierender Karte zu warten.
Uuund tatsächlich kam uns eine sehr nette Schwedin zu Hilfe. Zum Glück hatten wir noch Bargeld dabei!

Wieso ich das erzähle? Wenn wir diesen Umweg nicht gemacht hätten, wären wir nämlich niemals an einem ultrakuhlen Lost Place vorbeigekommen. Die Tatsache, dass ich eigentlich alle Lost Places ziemlich kuhl und faszinierend finde, will ich mal unter den Teppich kehren…. Ähem. Ich male mir dann die gruseligsten Geschichten aus, was dort passiert sein könnte und welche Gefahren dort womöglich lauern. Und was da alles rumliegt! Huuui… 🙂

Darauf gestoßen sind wir übrigens, weil wir an dieser kaputten Hütte vorbeigefahren sind:

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Matthias hat kurz danach bemerkt, dass sich etwas weiter hinten eine verlassene Fabrik befindet. Nachdem der Tank wieder gefüllt war, musste ich das natürlich etwas genauer inspizieren!

Was mich erstmal etwas eingeschüchtert hat, war das gelbe Schild. Achtung, Gefahr! Der etwas demolierte Zustand des Gebäudes verrät, dass einige vor mir sich nicht davon haben verschrecken lassen. Da wir unterwegs kein Internet hatten, konnte ich auch nicht nachschauen, was hier passiert ist, um die tatsächliche Gefahr besser einschätzen zu können.

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Deswegen bin ich erst nur etwas um das Gelände gelaufen…

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Ich konnte auch in das Gebäude hineinsehen und feststellen, dass die Decke schon an einigen Stellen durchgebrochen war – wovon ich Horst natürlich keine Fotos gemacht habe.^^ Auch wenn ich mich im Nachhinein wahnsinnig ärgere, nicht weiter hineingegangen zu sein… das Risiko war vermutlich wirklich zu groß! (Vor allem, da Matthias mich nicht begleiten wollte. Und alleine?! Eher keine gute Idee.)
Abends am Campingplatz hab‘ ich dann herausgefunden, dass das Ganze mal eine Papierfabrik war, die schon ewig und drölf Tage geschlossen ist und wo anscheinend Ende der 90er Jahre einige Tonnen giftiges Zeug wie z.B. Quecksilber sichergestellt wurde.

Ich habe ein Flickr-Album von 2006 (Fotograf: Björn Sahlberg) entdeckt, das den damals noch um einiges besseren Zustand des Gebäudes dokumentiert. So hat es dort jedenfalls definitiv nicht mehr ausgeschaut, als ich da war. Vergleicht zum Beispiel mal *dieses* Foto mit dem folgenden von mir. Der Fotograf hat das Ganze von innen abgelichtet, mir war der Zugang von außen möglich. Wie man sieht: keine Fenster mehr, die Türen offen, alles vollgesprayt, die Treppe war auch nicht mehr komplett… Das ist übrigens auch eine Halle, wo die Decke schon runterkam. Klickt euch einfach mal durch die Galerie, dann seht ihr ein paar Fotos von verschiedenen Räumen. (*schluchz*) …da sind einige coole Bilder dabei – zum Beispiel steht da plötzlich ’ne Nähmaschine! 😀

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