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Hochwasser in Passau 2013. Teil 2.

Eine Woche ist seit dem ersten Post zum Hochwasser in Passau 2013 vergangen. Es war einiges los. Am Montag den 03.06. – also vor genau einer Woche – hatten die Donau mit 12,89m und der Inn mit 10,20m ihren Scheitelpunkt erreicht (Quelle). Damit hatte die Donau den höchsten Wasserstand seit 1501. Danach ist der Wasserstand relativ schnell wieder gesunken und man konnte nach und nach mit dem Beseitigen des Chaos beginnen, das die Flüsse in der ganzen Stadt angerichtet haben.
Ein Foto vom Rathausplatz zeigt verschiedene Höchstmarken der Donau:

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Zeit für einen kurzen Bericht, was in dieser Woche bei uns in der Innstadt so passiert ist…

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Nachdem ich am Dienstag mit meinen Vermietern telefoniert habe, sind wir vormittags mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben beim Kaffeewerk (Café in der Nachbarschaft) zwei Sixpacks Wasser abgegeben, weil es immer noch kein Leitungswasser gab. Ein Teil der Lederergasse war zu diesem Zeitpunkt immer noch überflutet und von dem ausgelaufenen Öl wurde man ganz blöd im Kopf.
Hier kann man anhand der verfärbten Hauswände gut erkennen, wie hoch das Wasser stand:

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Den Dienstag haben wir vor allem damit verbracht, die Wohnung im Erdgeschoss von dem Haus, wo auch ich wohne, komplett auszuräumen, zu entschlammen und den Teppichboden rauszureißen. Die kaputten Sachen, die man auf die Straße gestellt hat, wurden in regelmäßigen Abständen auf Anhänger geladen und auf dem Kirchenplatz in der Innstadt gesammelt.

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Anscheinend gab es dann irgendwo einen Aufruf, dass Helfer gesucht werden, weil plötzlich total viele Leute (v.a. Studenten) von Haus zu Haus gegangen sind und sich an den Aufräumarbeiten beteiligt haben. Wer nicht direkt mit aus- und aufräumen konnte, hat Essen und Trinken zur Verfügung gestellt. Das Kaffeewerk wurde schnell zur zentralen Anlaufstelle für Aufgabenverteilung und kostenlose Verpflegung der Helfer. Also am Verhungern war man die letzten Tage wirklich nicht!

Am Dienstag war das Wasser so weit gesunken, dass man die komplette Lederergasse begehen konnte. Nun wurden auch die Häuser, die am meisten vollgelaufen waren, ausgeräumt. Das war wirklich kein schönes Bild. Es ist einfach so viel kaputt gegangen. 🙁 Ich habe auch ein kurzes Video mit dem Handy gemacht, das das Ausmaß der Verwüstung in der Straße etwas zeigt.

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Es waren nun noch mehr Leute als am Vortag unterwegs. Immerhin gab es inzwischen wieder Leitungswasser, sodass man den Schlamm besser beseitigen konnte. Trotz der blöden Umstände, die uns Helfer zusammengebracht haben, herrschte eine super Stimmung. Ich kann es nicht anders sagen… 🙂 Von Mittwoch bis Samstag war ich vor allem in Eimer-Ketten im Einsatz. Das hat mir Sonnenbrand und ordentlichen Muskelkater beschert, aber wir haben total coole Leute kennengelernt. Es dauert wirklich ewig, diesen nassen, schweren Schlamm wieder zurück in den Inn zu befördern, doch die Rumblödeleien haben uns gut bei Laune gehalten. Und damit sich jeder vorstellen kann, wie so eine Eimer-Kette aussieht, gibt’s noch ein Foto dazu. Bei dem Vorgarten plus das Glasdach, die man rechts unten im Bild sehen kann, waren wir die Tage zuvor beschäftigt. Am Samstag gab’s dann abends an diesem Sandstrand eine kleine Feier. Am Kirchenplatz/ vor’m Kaffeewerk fand auch eine Party statt, wo es zu späterer Stunde ziemlich abging, aber da waren wir nur kurz.

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So. Und damit man sich noch besser vorstellen kann, wie es hier ausgeschaut hat und wie schnell die Aufräumarbeiten vorangehen, gibt’s ein paar Vergleichsfotos. Ein Klick auf die Bilder macht sie groß! 😉

Blick auf den Inn – Sonntag vs. Donnerstag:

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Wenn ich in sehr unregelmäßigen Abständen über die Innbrücke gegangen bin (die immer wieder mal gesperrt war), habe ich ein Foto von der Innpromenade gemacht. Vom Montag, als er Inn am höchsten war, gibt’s kein Foto, da man natürlich nicht auf die Brücke durfte. (*So* sieht es hier übrigens normalerweise aus.)

aufräumarbeiten_innpromenade

Da ich hauptsächlich in der Innstadt unterwegs war, kann ich eigentlich nur zu diesem Stadtteil etwas erzählen. Es gibt auch einige Berichte und Fotos, wie die Lage woanders war bzw. ist. Auf der Facebook-Seite zum Passauer Hochwasser 2013, „Passau räumt auf“ und über Freunde wurde und wird man gut auf dem Laufenden gehalten. Klickt euch mal durch die Galerien der verlinkten Seiten! Es ist schlimm anzusehen, wieviel kaputt gegangen ist und was die Anwohner und Lädenbesitzer alles verloren haben. Ich hoffe, dass der Zusammenhalt in Passau den Leuten zeigt, dass sie nicht aufgeben sollen. Auch wenn ich mich schon darauf freue, wenn der „Normalzustand“ in der Stadt endlich wieder einigermaßen hergestellt ist, werde ich das „Festival-Feeling“ der Aufräumarbeiten etwas vermissen. (Damit meine ich, dass man total verschlammt rumläuft, viele Leute bzw. die Nachbarschaft kennenlernt, zusammen etwas im Freien… ääähm… „unternimmt“ und zwischendrin seine Energiereserven auffüllt.) 😉
Trotzdem… das nächste Hochwasser kann sehr gerne ausbleiben!


Hochwasser in Passau 2013. Teil 1.

Nach fast einem Monat gibt es hier mal wieder ein Lebenszeichen. Erst hat mich die Bachelorarbeit eingespannt, dann war das Licht zum Fotografieren aufgrund andauernder Regenfälle ziemlich suboptimal… Eigentlich sind auch noch drei weitere Beiträge für den Blog in Planung. Diese müssen aber wegen der aktuellen Hochwasser-Ereignisse warten. Ich habe hier die letzten Jahre ja bereits über Hochwasser in Passau berichtet (Siehe Tag „Hochwasser„), aber die Lage ist dieses Mal echt krass. 🙁

Als ich am Samstag auf ein Konzert nach München gefahren bin (Bericht folgt), war das Wasser „nur“ so hoch, dass der Weg am Inn entlang zur Ortsspitze überflutet war. Das war noch im gewohnten Rahmen, da dieser Weg bei höherem Wasserstand immer mit als erstes untergeht. Am Sonntagvormittag bekam ich dann von meinem Freund die Information, dass die Stadt allmählich absäuft. Tja, das kommt also davon, wenn man nach Monaten endlich mal die Stadt verlässt… -.- Ich habe mich natürlich sofort in den nächsten Zug nach Passau gesetzt. Ab Sonntag Nachmittag sind wir dann zu zweit mit unseren Kameras durch die Stadt gezogen. Das Wasser war bereits sehr hoch, die Ortsspitze längst überflutet und überall „Hochwasser-Touristen“ unterwegs. Ähem. Apropos. Hier ein paar düstere Fotos. 😉

Hochwasser_Sonntag_10Blick von der Innstadt auf den Dom.

Hochwasser_Sonntag_8Der Spielplatz an der Innpromenade.

hochwasser_sonntagBlick auf die und von der Marienbrücke.

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Die Lederergasse.

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Die Donau. Blick von der Hängebrücke.

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Am Montag hat sich die Lage stark verschlimmert. Das Wasser steigt und steigt. Der Strom ist in einigen Teilen der Stadt abgestellt worden und inzwischen auch das Leitungswasser. Es hieß gestern schon, dass man es vor dem Trinken abkochen soll. Aber wie soll man das machen, wenn man keinen Strom hat? Man kann nichts kochen. Der Tiefkühlschrank taut auf. Dusche und Klospülung funktionieren nicht. Handy aufladen auch nicht. Nur so als Beispiele. Blöd. Da merkt man erst, welche Bereicherung Strom und fließendes Wasser sind. In meine Wohnung komme ich auch nicht mehr, da der Inn inzwischen zu hoch ist. Ich habe mit meinen Vermietern telefoniert. Das Wasser steht bei uns 80cm im Erdgeschoss. Hinzu kommt, dass in der Nachbarschaft Heizöl ausgelaufen ist und es überall danach stinkt. 🙁

Hochwasser_Montag_11Innseite.

Hochwasser_Montag_10Beim Shamrock, also Donauseite.

Hochwasser_Montag_9Fußgängerzone.

Hochwasser_montagMein letzter Informationsstand ist, dass der Wasserstand der Donau bei etwa 12,60m ist. Damit gibt es einen neuen Hochwasser-Rekord. Mal sehen, wie sich die Lage weiterhin verändern wird. Wenn es doch wenigstens mal zum Regnen aufhören würde… 🙁


Ergrünt und unter Wasser

Nachdem ich die Vorhänge im Schlafzimmer bereits gekürzt habe, bekamen sie vorgestern noch eine neue Farbe, damit sie das Zimmer besser abdunkeln. Da ich in keinem Drogeriemarkt eine passende Farbe gefunden habe, musste ich im Onlineshop Simplicol bestellen. Hier seht ihr den Farbton „Tanne„:

Yay. Grüne Collage mit grünen Vorhängen und grüner Schriftfarbe. 😉

Auf dem rechten Foto sieht man die Farbe besser. Für die zwei Vorhänge (ca. 2,6 Kilo) habe ich übrigens zwei Packungen verwendet.

Was sonst so in Passau läuft? Nunja… Momentan mal wieder Hochwasser. Hatten wir ja schon länger nicht mehr. Ich hab’s nicht vermisst…

Am Inn.

Der Schaiblingsturm.

Die Donau steht auch schon höher, hat aber bis jetzt nur die Wege an der Ortsspitze überschwemmt. Dann bin ich noch auf spektakuläre Weise durch ein Loch in einer Mauer zur Ortsspitze geklettert (bisschen größer als *dieses*). Die Wiese dort ist zwar noch betretbar, nur die Wege unter Wasser. Bin ja mal gespannt, wie sich die Lage hier entwickelt, wobei ich am Wochenende eh in Regensburg sein werde.

Gibt jetzt ’nen extra „Tag“ zum Thema Hochwasser, hihi…


Wasser

Genauso schnell wie der Wasserpegel stieg, so schnell sank er auch wieder.

Heute hatten wir wirklich wunderbares Wetter (und eine Alliteration 😉 ).
Da frische Luft und Sonne meinem Gemüt gut tun, habe ich mich nach draußen begeben und ein paar Fotos für die Uni gemacht.
Außerdem geriet mir mal wieder das da vor die Linse:

Die Eisenbahnbrücke, die über den Inn führt.
Diente mir schon im Nebel als Motiv.
Unten im Bild sieht man, wie der angeschwemmte Sand vom Inn trocknet und aufbricht.
In Matsch rumstapfen ist toll! 🙂

Außerdem hab ich nochmal zwei Fotos zum Thema Hochwasser.
Da nichts Specialiges und einmal komisches Licht, gibt es diese nur als Link.
Zuerst während des Hochwassers.
Und danach.

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Ihr ahnt schon, was jetzt kommt.
Richtig.
Ein Nagellackbild. 😀

Hat wohl auch irgendwie etwas mit Wasser zu tun.
Die Farbe leuchtet so schön blau.
Mit wellenartigem Muster.
Sehr nice!

Die Schablone hab ich mir erst diese Woche zugelegt.
Ein weiteres Motiv davon habe ich ja bereits gezeigt.

Manhattan – crazy colors 300
P2 – 210 eternal
Konad Stamping Schablone m63
und sehr schönes Geschenkpapier 😉


Mal wieder Hochwasser

Es dürften ja alle in den Medien mitbekommen haben.
Hochwasseralarm.

Auch Passau ist betroffen.
Irgendwie klar bei drei Flüssen. 😉
Dieses Jahr sogar „etwas“ früher als letztes.

Als ich mit dem Maxi unterwegs war, stand die Anzeige des Wasserpegels auf 9.05m.

Auch 2011 gibt’s wieder eine Bilderflut von mir.
Lous gähts mit der Donau.


Das einzig Erfreuliche ist (falls überhaupt etwas Erfreulliches an dem Ganzen gibt), dass der „Erlebnispfad“ wieder die Höllgasse entlang aufgebaut wurde.
Im Vergleich zum letzten Jahr wurde die Höllgasse noch mehr überflutet.
Die Feuerwehr verteilt überall Sandsäcke.
Einige Geschäfte und Wohnungen sind inzwischen schon mit professionelleren Wasserbarrieren ausgestattet. Doch auch dort dringt das Wasser etwas in die Gebäude.

Das kleine Schildchen zwischen den beiden Fenstern zeigt übrigens den Wasserstand im Jahre 1954. Klick macht’s groß.

So geht’s natürlich auch. 😉

Die Leute an der Ortsspitze sind bei Hochwasser besonders betroffen, da dort als erstes Alles überschwemmt ist.
(Anm.: Ich find’s so cool, dass die Straße da einfach nur „Ort“ heißt)
Dort hilft die Wasserwacht mit Booten aus, um den Anwohnern Zugang zu den Wohnungen zu ermöglichen.

Weitere Bilder:
*klick*
*klick*

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Hier die Lage am Inn:

Weiteres Bild:
*klick*


Bilderflut

… dramatische Ereignisse in Passau!

HOCHWASSER!!! *kreisch*

Nachdem es die letzten Tage ziemlich geregnet hat, ist hier der Wasserpegel von Inn und Donau ziemlich schnell angestiegen.

Gestern, also Donnerstag, hat er dann seinen (bisher) diesjährigen Höhepunkt erreicht (8,80 m). Die Ortsspitze wurde gesperrt und die Gebäude, die an den Flüssen liegen, mit Sandsäcken versorgt. Die Gehwege an den Flüssen waren in der Innenstadt nicht mehr betretbar. …

(-> Es gibt wohl jedes Jahr mehr oder weniger heftiges Hochwasser hier. Das Schlimmste in den letzten Jahren war übrigens 2002.)

In Facebook hat das Ganze eine andere Flut ausgelöst.
Eine Kommentar- &  Bilderflut von Leuten aus Passau.. 😛
Auch ich war beeindruckt, da es mein erstes Hochwasser hier war. So musste ich mich ebenfalls, wie hunderte andere Schaulustige,  mit Kamera bepackt aus dem Haus begeben.

Also los geht’s mit den Fotos.
Draufklicken macht’s wie immer groß!

Bild 1 – Innwiese am Campus.

Bild 2 – Ebenfalls am Inn. Hinter den Beeten gibt’s normalerweise einen Gehweg mit Bänken.

Bild 3 – Inn.

Bild 4 – Donau. Man beachte im Hintergrund die Schrift auf dem Bogen. 🙂

Bild 5 – Durch die Altstadt gab es einen Gerüstpfad, da die Wege überflutet waren. Ich konnte es mir natürlich nicht entgehen lassen auf diesem rumzulatschen. Gut so. Sonst hätte ich unter anderem auch kein Bild von diesem süßen Mini-Feuerwehrmann machen können… 🙂

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So schnell wie der Wasserpegel gestiegen ist, so schnell ist er auch wieder gesunken…

Der Tag danach!

Bild 6 – Die Wege, die gestern noch komplett überflutet waren, waren nun voller Schlamm. Inzwischen ist er allerdings schon auf die Seite gebaggert/gewasserstrahlt worden.

Bild 7 – noch mehr Schlamm.

Und heute kam auch die Sonne wieder raus. Hooray! 🙂