Nagellack & DIY-Projekte

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Dressed La robe #2

Ich habe mir wirklich schon einige Jahre ein Kleid in khaki oder olivgrün gewünscht. Leider habe ich nie eins gefunden, das meinen Vorstellungen von Stoffqualität und Schnitt entsprach. Gut, dass man beim Selbernähen beides nach seinen Wünschen aussuchen kann.

Da ich mit meinem ersten Kleid nach dem Schnitt „La robe“ von Deer & Doe so zufrieden bin, habe ich wieder diesen Schnitt gewählt.

Hier seht ihr das Kleid komplett gestyled mit meinem Hipster Shawl (Anleitung; Joji Locatelli, Wolle: Fru Valborg), der hier auf dem Blog jetzt übrigens auch Premiere hat, obwohl ich ihn schon vor 1,5 Jahren gestrickt habe.

Eigentlich ist der Schnitt für unelastische Stoffe gedacht, aber ich habe Jersey verwendet. Mein Stoffverbrauch lag bei ca. 1,5m (Stoffbreite ebenfalls ca. 1,5m) und ich habe das Rockteil ca. 5cm gekürzt. Außerdem wurde dieses Mal Größe 36 zugeschnitten.

Wie bereits beim grauen Exemplar habe ich auch hier die Ärmel enger genäht und die Nahtzugabe von den Ärmeln an das Oberteil genäht.

Mir gefällt diese kürzere Version vom Kleid auch supergut und ich bin sehr glücklich, dass endlich ein Kleid in dieser Farbe bei mir wohnt. Ich habe es schon ein paar Mal getragen und es ist sooo gemütlich und praktisch!


Dressed La robe #1

Als ich vor ein paar Wochen meine Freundin Elke im Atelier besucht habe, lagen Stoffproben von Lebenskleidung auf ihrem Schreibtisch. Diese mussten natürlich sofort ausgiebig von mir befühlt werden und ich habe mich schwer in den Lyocell Sweat in der Farbe „Dove Grey“ verliebt, der eine ganz tolle Haptik hat und auf der Rückseite suuuperweich ist (ungefähr so weich wie ein Maulwurfbaby!). 😍

Ich wusste sofort, dass ich daraus ein Kleid nähen möchte. Ich habe mich für den Schnitt „La robe“ aus dem E-Book „Dressed“ von Deer & Doe entschieden, da dieser auch für nicht-elastische Stoffe geeignet ist.

Hier seht ihr das Kleid komplett gestyled. Der Cardigan aus der Wolle meiner Lieblingshandfärberin Petra (Fru Valborg) passt perfekt dazu. 💕

Ich hatte 2m von dem Stoff bestellt und es waren danach über 50cm davon übrig. Mit 1,80m liegt der Stoff sehr breit. Ich habe Größe 38 zugeschnitten, musste dann aber die Ärmel deutlich enger machen.

Den Ausschnitt habe ich ohne Beleg gearbeitet, sondern die Kante einfach zweimal umgeklappt und abgesteppt. Bei den Ärmeln habe ich die Nahtzugabe an das Oberteil genäht, damit diese fixiert ist.

Ich habe das Kleid noch in khaki genäht. Das zeige ich dann im nächsten Post.

Wie gefällt euch der lässige Schnitt? Ich fühle mich in dem Kleid auf jeden Fall mega wohl. Es ist sehr gemütlich und Kleider mit Taschen sind bekanntlich eh die besten. 😉


Bruyère Blusenkleid

Wir haben den gestrigen nicht-ganz-so-kalten Novembertag genutzt und noch schnell Fotos von meinem ärmellosen Blusenkleid gemacht, das ich vor ein paar Wochen genäht habe.

Das Schnittmuster ist das „Bruyère Shirt“ von Deer&Doe. Die Anleitung dazu gibt es auf Französisch und Englisch. Ich habe dieses Jahr mehrere Kleidungsstücke nach Deer&Doe Schnitten genäht und möchte diese nach und nach hier vorstellen. Den Anfang macht wie gesagt dieses coole Blusenkleid. Der Stoff dazu ist von Merchant & Mills, heißt „Alaskan Snow Indian Cotton“ und ist nur 114cm breit. Daher brauchte ich zwei Meter davon.

Ich trage normalerweise 34/36 und habe hier Größe 38 genäht, damit es gemütlich an der Taille passt und nicht spannt. Den unteren Teil habe ich um ein paar Zentimeter verlängert, damit das Ganze auch mit Leggings getragen werden kann. Obenrum wurde das Oberteil etwas enger genäht als vom Schnitt vorgesehen.

Das Kleid wird vorne zugeknöpft. Dafür habe ich die Knopflöcher fünf Stunden lang per Hand genäht. Slow Fashion und so. 😉 Eine Knopfloch-Automatik wäre schon echt schön gewesen, aber ich habe es ja auch so hinbekommen. Hat nur eeetwas länger gedauert. Also so ein ganz kleines Bisschen.

Das Blusenkleid war jetzt nicht unbedingt supereinfach zu nähen. Besonders die Knopfleisten waren etwas kompliziert. Zum Glück hatte ich etwas Hilfe von meiner lieben Freundin Elke Burmeister, die mir den Ablauf erklärt hat. Grundsätzlich finde ich die Anleitungen von Deer&Doe aber super verständlich.

Da ich nicht genügend Stoff für lange Ärmel hatte, habe ich zuerst kurze Puffärmelchen drangenäht. Allerdings haben mich diese ziemlich in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da der Stoff nicht dehnbar ist und es dadurch am Rücken gespannt hat. Also wurden die Ärmel wieder rausgetrennt und durch Schrägband ersetzt. Zum Glück hatte ich noch ausreichend große Stoffreste dafür aufgehoben.

Hier sieht man einen Vergleich der beiden Ärmelvarianten:


il grande favorito

Relativ spontan ist mir vor kurzem ein kuscheliger Pullover von den Nadeln gehüpft. Es hat so viel Spaß gemacht, ihn zu stricken, dass er schon nach knapp zwei Wochen fertig war. Ok, das lag auch ein bisschen an der etwas größeren Nadelstärke. 😉

Bei dem Pullover handelt es sich um das Design „il grande favorito“ von Isabell Kraemer. Ich habe dafür acht Knäuel Katia Concept Cotton Merino mit 6mm Nadeln verstrickt. Das Garn besteht aus einem Baumwollschlauch, in den Wollfasern hineingepustet worden sind. Es ist auf jeden Fall suuuuperflauschig und ließ sich sehr angenehm verstricken.

Da ich (mal wieder ganz mutig) keine Maschenprobe gemacht habe und sowieso vorhatte, den Pullover oversize zu stricken, habe ich die dritte Größe angeschlagen. Allerdings habe ich dann bei den Ärmeln gemerkt, dass ich noch 1-2 Zentimeter benötige und dann auf Größe 4 zugenommen.

Vor dem body wurden beide Ärmel gestrickt. Auf diese Weise konnte ich den Pullover so lange stricken, bis ich die Wolle so gut wie komplett aufgebraucht hatte.

Hinten ist der Pullover aufgrund von verkürzten Reihen etwas länger. Das finde ich ziemlich lässig. Selbst wenn man den Pullover nicht so überlang strickt wie ich, hat man dadurch auch im Sitzen einen warmen Rücken.

Genaue Infos zu diesem Projekt findet ihr wie immer auf meiner Ravelry-Projektseite.


Pavement Sweater

It’s finally sweater weather! 🍂

Bereits im Mai habe ich diesen Pullover fertig gestrickt und freue mich sehr, ihn jetzt endlich tragen zu können.

Das Pullover-Design stammt von der finnischen Designerin Veera Välimäki und heißt „Pavement„. Ich habe den Pullover etwas abgewandelt, denn das Lace-Muster am Ärmel ist eigentlich nicht Teil der Anleitung. Alle Änderungen habe ich auf meiner Projektseite auf Ravelry notiert. Dazu inspiriert hat mich übrigens eine andere Ravelry-Userin. Dafür schätze ich diese Plattform wirklich sehr. 👍

Ich persönlich finde, dass das Muster am Ärmel den Pullover extrem aufwertet, da er vom Schnitt her etwas sackig ist und er in Beige sonst vermutlich etwas langweilig ausgesehen hätte.

Gestrickt habe ich ihn übrigens zweifädig. Die eine Wolle, „Mondim“ von Retrosaria, war von Knäuel zu Knäuel etwas unterschiedlich gemustert, dass ich noch einen Strang „Titicaca“ von Holst in einem ähnlichen Farbton verwendet habe, um dem Ganzen eine einheitlichere Farbe zu geben. Titicaca ist ein Lace-Garn aus 100% Alpaca, dadurch ist der Pullover auch etwas wärmer geworden.

Der body endet mit verkürzten Reihen, wodurch die Kante abgerundet wird. Hier habe ich die Anleitung auch etwas abgewandelt, da ich auf Ravelry bei einigen Projektnotizen gelesen habe, dass die Kante – wenn man sie nach Anleitung strickt – komisch wegsteht.

Ich bin sehr happy mit der Kombi aus Anleitung und Wolle sowie mit meinen Abwandlungen. Auch die Länge finde ich echt super! In der kalten Jahreszeit braucht man einfach was zum Einkuscheln. Vor ein paar Tagen habe ich wieder einen längeren Pulli fertiggestellt. Den gibt’s dann demnächst auch hier zu sehen… 🙂


Plant Lady

Als die Designerin „Amanita“ Agata Mackiewicz letztes Jahr die ersten Fotos von ihrem Design „Plant Lady“ auf Instagram gezeigt hat, war ich sofort verliebt in die Kombination von Strickmuster und Farbe. Also habe ich bei „Slavica Yarns“ (das ist das Handfärber-Label von Agatas Lebensgefährten Szymon) zwei Stränge des Original-Garns bestellt, um auch ein „Plant Lady“-Shirt zu stricken. 😊 🌿

Die Garnqualität heißt übrigens „Leshy“ und beinhaltet neben Merinowolle 20% Seide. Die Farbe heißt „Medeine“. Die Wolle ließ sich super angenehm verstricken und ist sehr weich.

Von den beiden Strängen sind übrigens nur 0,83 Gramm übrig geblieben!! Da habe ich echt Glück gehabt, da das Shirt von unten nach oben gestrickt wird. Naja, notfalls hätte ich die Ärmel kürzer gestrickt. Aber es hat ja perfekt gereicht! 🥳 Ich kann nur empfehlen, sich für solche Fälle eine Feinwaage zuzulegen, damit man den Verbrauch besser im Auge behalten kann.

Das Lace-Muster erinnert an Monstera-Blätter. An diesem Teil habe ich ein paar Tage gestrickt, obwohl er eigentlich nicht kompliziert ist. Der Rest ist easy – glatt rechts! 🙂

Typisch für Agatas Designs ist nicht nur Lace-Muster, sondern auch die verschränkten Maschen, die hier bei den Bündchen zum Einsatz kamen. Verschränkte Maschen lassen sich zwar nicht ganz so schnell stricken, aber sie sehen sehr schön und ordentlich aus.

Meinen genauen Garnverbrauch habe ich übrigens nach jedem Abschnitt protokolliert und auf meiner Ravelry-Projektseite festgehalten. Leider hat Ravelry das Design geändert (Anm.: mir gefällt es leider gar nicht) und ist deswegen aktuell nicht für alle zugänglich (es wurde von Migräne und sogar Epileptischen Anfällen berichtet, da der Kontrast der Seite viel zu hoch ist!). Falls ihr betroffen seid, schickt mir bitte einfach eine Mail und ihr bekommt einen Screenshot von meinen Notizen.


Teststrick: don’t ask

Vor ein paar Tagen hat Isabell Kraemer ihre neueste Anleitung für den „don’t ask“ Cardigan veröffentlicht. Ich durfte glücklicherweise wieder einmal für sie teststricken* und möchte hier nun mein Ergebnis vorstellen.

Es handelt sich bei dem Design und ein tolles Basic Teil, das locker geschnitten ist und sich unkompliziert kombinieren lässt. Ich habe die Strickjacke nun schon mehrere Male getragen und sie ist sehr gemütlich. 💕

Ich habe die Jacke aus 355g Wolle der französischen Firma „de rerum natura“ in der Qualität „Gilliatt“ und der Farbe „Fusain“ gestrickt. Diese Qualität (worsted weight) ist die größere Schwester der Qualität „Ulysse“ (sport weight), welche ich bei meinem Diane Cardigan verstrickt habe.

Ich finde die Wolle sehr schön und es gibt richtig tolle Farben zur Auswahl. Nach dem Waschen wird das Garn nochmal weicher, obwohl es vorher schon sehr angenehm ist.

Isabell Kraemer hat es mal wieder geschafft, einen klassischen Schnitt mit kleinen Details wie beispielsweise den false seams aufzuwerten. Und wie süß sind bitte diese kleinen Taschen!?!! 😍

Da vor ein paar Wochen noch die Geschäfte geschlossen waren, habe ich online bei Lüna Knöpfe gekauft und diese matten schwarzen Exemplare aus Kokosnuss gefunden. Sie passen farblich einfach perfekt! 🙂

Wer einen simplen, klassischen Cardigan mit der Option auf kleine Taschen stricken möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall diese Anleitung. Sie ist wie gewohnt sehr verständlich geschrieben und meiner Meinung nach auch für ambitionierte Anfänger geeignet.

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler/Unverständlichkeiten.


Poet

Als ich letztes Jahr auf dem tollen Wollmarkt in Vaterstetten war, habe ich habe ich unter anderem den Stand von Christine besucht, der in München das Wollgeschäft „Rauwerk“ gehört. Dort habe ich eine wunderschöne Herbstfarbe in der Qualität „Vovó“ der portugiesischen Firma Retrosaria entdeckt. Wie ich inzwischen herausgefunden habe, heißt „Vovó“ auf Portugiesisch „Oma“, was auch das ziemlich cool illustrierte Label erklärt. 😀

Bei dem Stand von Rauwerk hing außerdem ein Sample des Poet Sweaters der finnischen Designerin Sari Nordlund. Ich hatte mich in Wolle und Pulloverdesign so sehr schockverliebt, dass ich mit sieben Knäueln in der Farbe „Ochre“ heimspaziert bin.

Der Pullover hat ein tolles Lace-Muster, das sich über das Vorder- und Rückenteil zieht. Gestrickt wird von oben in Runden und ohne Nähte. Theoretisch wäre es auch möglich, das Muster nur vorne zu stricken.

Ich war seeehr mutig und habe keine Maschenprobe gemacht. Da ich weiß, dass ich tendentiell fester stricke, habe ich mich für die Größe S entschieden. Meine Maschenprobe hat tatsächlich nicht ganz gestimmt, weswegen mein Pullover – wie geplant – enger als Größe S sitzt. Verstrickt habe ich 305g Wolle. Da die Knäuel etwas weniger als 50g wogen, hatte ich mit sieben Knäueln perfekt kalkuliert.

Den body, die Ärmel und den Ausschnitt habe ich italienisch abgekettet bzw. genäht (auch: tubular sewn bind off). Das sieht einfach sehr ordentlich aus. Wenn ich bei einem Projekt ein 1×1-Bündchen stricke, mache ich das eigentlich immer und es ist auch gar nicht so schwer.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich mit der Kombination aus Wolle, Farbe und Anleitung super zufrieden bin. Das Lace-Muster strickt sich nicht besonders schnell, aber ist die Mühe auf jeden Fall wert. Außerdem muss ja nicht immer alles schnell gehen… 🙂


Diane

Vor etwa zwei Jahren hat meine liebe Strick-Freundin Annemarie ganz arg von einer Strickanleitung geschwärmt, nämlich von dem „Diane“ Cardigan. Dieses geniale Teil hat sich – wer sonst?! – die Designerin Rililie ausgedacht. 👍 Da mir die originale gelbe Version von Rililie so gut gefallen hat und ich noch nichts Gelbes in meinem Schrank hatte, fiel meine Wahl ebenfalls auf diese Farbe.

Ende Mai 2018 hatte ich bereits den body fertiggestrickt. Kurz darauf wurde mein Opa leider todkrank, was mich ziemlich mitgenommen hat und ich dann nicht den Kopf dafür hatte, mich in den Anleitungsteil für die Ärmel einzulesen… Letztes Jahr habe ich dann mit dem ersten Ärmel begonnen. Allerdings habe ich beim Aufnehmen der Ärmelmaschen Fehler gemacht, also wurde das Projekt nochmals für ein Jahr beiseite gelegt… Bis ich es dann vor etwa einem Monat endlich wieder aus der Versenkung geholt habe. Im Nachhinein verstehe ich gar nicht, wieso ich mich so vor den Ärmeln gefürchtet habe, da sie gar nicht so schwer zu stricken waren. Naja. Manchmal braucht etwas einfach seine Zeit. Umso glücklicher bin ich, jetzt endlich diesen supercoolen Cardigan tragen zu können!! 💛

Ich habe Größe S gestrickt und dafür knapp sechs Knäuel „Ulysse“ von de rerum natura in der Farbe „Genet“ verarbeitet. Für einen Ärmel benötigt man bei Größe S etwa ein Knäuel. Die Wolle ist sehr weich und wollig, also hat keine glatte Oberfläche. Ich könnte mir vorstellen, dass der Cardigan mit einer glatteren Wolle noch etwas schöner fällt, aber an sich ist die Ulysse ein echt wunderbares Garn, die ich sehr gerne wieder verstricken werde.

Nun zu der Anleitung! Meine Freundin Annemarie (die übrigens eine wunderschöne dunkelblaue Version gestrickt hat) hatte recht: Der Cardigan ist echt genial aufgebaut und hat so viele schöne Details. 💛

Man beginnt am oberen Rücken. Die Schultern werden mit ein paar verkürzten Reihen geformt und von unterbrochenen Reihen mit linken Maschen dekoriert. An allen Kanten werden i-cord-Ränder gearbeitet.

Der Cardigan wird nach unten hin immer weiter und bekommt durch verkürzte Reihen eine schöne abgerundete Form. Die Ärmel hingegen liegen eng an. Da man für die Ärmel Maschen aufnehmen muss, kann man für diese eine andere Größe wählen als für den body. Ich habe schlanke Oberarme und Größe S passt mir wie angegossen. Natürlich muss man dabei immer auf die Maschenprobe achten. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich nicht immer gleich fest stricke. Daher war es ganz gut, dass ich beide Ärmel kurz nacheinander gestrickt habe und nicht wieder mit mehreren Monaten Pause dazwischen, da so beide gleich lang und breit wurden.

Ziemlich cool sind außerdem die Ärmelbündchen. Auch hier werden verkürzte Reihen gestrickt, damit das Bündchen etwas über den Handrücken geht.

Ich liebeliebeliebe diesen Cardigan, weil er einfach so cool aussieht. Ich träume jetzt schon von einer grauen Version. Dass ich ein Design noch einmal stricken möchte, sagt denke ich alles! 😉


Ravello

Bereits Anfang Dezember 2018 habe ich einen gestreiften Pullover fertiggestellt, aber nie ordentliche Fotos davon gemacht bzw. meinen Freund hinter die Kamera gebeten. Das haben wir neulich endlich nachgeholt.

Die Anleitung für diesen Pullover heißt „Ravello“ und stammt von der Designerin Isabell Kraemer. Die verwendete Wolle ist von FruValborg und sie hat eine Lauflänge von 400m auf 100g. Das gräuliche Braun heißt „Onodrim“, das Petrol „Pond“ und die dritte Farbe „Wizard“. Letztere ist hellgrau und hat Sprenkel, die exakt die Farben von „Onodrim“ und „Pond“ aufgreifen. Sehr sehr cool!

Zum Glück habe ich auf Ravelry mal wieder ausführliche Projektnotizen festgehalten, sonst könnte ich nach der langen Zeit echt nicht mehr genau sagen, was ich an welcher Stelle genau gemacht habe (z.B. Ärmelabnahmen und Garnverbrauch). Wen das genauer interessiert, darf gerne auf den Link klicken. 😉

Generell möchte ich bei gestreiften Stricksachen die „jogless stripes“-Methode empfehlen. Zu Deutsch: Stufenlose Streifen. Dazu gibt es im Internet zahlreiche Tutorials. Mithilfe dieser Methode wird verhindert, dass beim Stricken in Runden nach einem Farbwechsel „Stufen“ entstehen.

Abschließend möchte ich noch zur Anleitung sagen, dass sie einfach zu verstehen war und es mir vor allem Spaß gemacht hat, die Streifen zu stricken. Die Anleitung ist auf Ravelry sehr beliebt und es gibt sehr viele coole Projekte zu diesem Design.


Enchantée

Es ist inzwischen schon wieder so kalt geworden, dass ich Frostbeule in meinen dünneren selbstgestrickten Wollsachen etwas friere. Gottseidank habe ich aber diese Woche einen neuen Pulli fertiggestellt, der trotz löchrigem Lace-Muster etwas wärmer ausfällt. 👍

Die Wolle dafür habe ich in Edinburgh gekauft, wo Sebi und ich im Juni waren. Dabei handelt es sich um die Qualität „Dovestone DK“ von Baa Ram Ewe in der Farbe „Yorkstone“. Ich hatte davon fünf Stränge mitgenommen, aber nur etwas mehr als drei verstrickt. Mal gucken, was ich mit dem Rest mache… Das Garn ist übrigens discontinued, aber es gibt von der Firma eine sehr ähnliche Qualität, nämlich „Winterburn DK“.

Die Anleitung für den Pullover heißt „Enchantée“ und ist von Emilie Luis, einer französischen Designerin. Ich habe vorher keine Maschenprobe gemacht, sondern einfach für Größe XS losgestrickt. Einige Inches später hat sich dann herausgestellt, dass mein Strickstück etwas kleiner ausfällt (eine Wiederholung des Lace-Musters sollte eigentlich 4 x 1.5 inches messen, bei mir waren es 3.5 x 1 inches). Anstatt locker – wie in der Anleitung empfohlen – sitzt er halt jetzt körpernah. Macht ja nichts. Sieht trotzdem gut aus! 😉

Da mein Pulli enger sitzt als in der Anleitung vorgesehen, musste ich ein paar Anpassungen vornehmen. So wurde mein Ausschnitt zum Beispiel etwas kleiner bzw. ich habe ihn ein paar Musterwiederholungen später begonnen. Auch konnte ich die Ärmel nicht gerade dranstricken, sondern habe erst ein paar verkürzte Reihen an den Schultern und Abnahmen unter den Armen gearbeitet, damit der Pullover besser sitzt. Die Ärmel an sich fallen auch wesentlich enger aus als in der Anleitung. Alle Notizen dazu gibt es wie immer auf meiner Ravelry Projektseite.

Die Ärmel habe ich mit einem genähten Tubular Bind-Off abgekettet. Das sieht einfach superordentlich aus. Wenn man es ein paar Mal gemacht hat, ist es auch gar nicht so kompliziert. 😉 Ich kann es nur empfehlen!

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass es echt total Spaß gemacht hat, den unteren Teil des bodys zu stricken. Das Lace-Muster ist sehr eingängig. Da ich anschließend aber so viel anpassen musste, war mein Fortschritt dann etwas schleppender. Zudem gab es ein paar Verständnisschwierigkeiten, was das Abketten am Ausschnitt und die verkürzten Reihen bei den hinteren Schulterpartien angeht.

Die Farbe des Pullovers gefällt mir total gut und ich fühle mich sehr wohl darin. Die Wolle ist jedoch etwas fusselig und juckte am Anfang leicht. Ich denke, das wird nach mehrmaligem Tragen aber bestimmt besser. Jetzt kann der Winter kommen! ❄️


Ashes

Aktuell findet in der Ravelry Gruppe von Isabell Kraemer zum sechsten Mal der alljährliche „take your pick KAL“ statt. In diesem Rahmen hat man drei Monate Zeit (bis Mitte Dezember), um seine Projekte fertigzustellen. Auch WIPs sind willkommen. Das hat mich echt motiviert, endlich den Ashes Pullover zu stricken, wofür ich bereits vor zwei Jahren die Anleitung gekauft habe.

Nach einem zunächst holprigen Start mit etwas zu dünner Wolle habe ich schließlich ein passendes Garn in meinem Wollvorat gefunden und nach drei Wochen Strickzeit dieses neue Lieblingsteil fertiggestellt:

Verwendet habe ich dafür drei Stränge Madelinetosh TML in der Farbe „Dead Calm“. Dabei handelt es sich um ein leicht bläuliches Grau mit sehr dezenten grünen und orangen Speckles. Für den body habe ich genau zwei Stränge verbraucht. Da ein Strang kaum und der andere hingegen zur Hälfte stark gesprenkelt war, habe ich mit zwei Knäueln gleichzeitig gestrickt, um den farblichen Übergang fließend zu gestalten. Der Strang, den ich für die Ärmel verwendet habe, war zum Glück einigermaßen gleichmäßig gefärbt.

Glatt rechts gestrickte Pullover haben ja den Ruf, beim Stricken irgendwann etwas langweilig zu werden. Das war hier absolut nicht der Fall, da der Pulli von oben nach unten immer schmaler wird und die Abnahmen an den Seiten interessant gestaltet sind. So hat man alle paar Reihen eine Abnahmerunde, was mich beim glatt-rechts-Stricken immer bei Laune hält („Noch drei Reihen bis zur nächsten Abnahmerunde“, „Nur noch drei Abnahmen“…). Vielleicht geht es euch ja genauso?! 😉

Es handelt sich hierbei übrigens um einen VoKuHiLa-Pulli… Der Rücken ist etwas länger, was mir richtig gut gefällt, weil ich es gar nicht mag, wenn meine Nieren frei liegen. 😉 Außerdem sieht es ziemlich cool aus. Generell ist der Schnitt ziemlich lässig. Die etwas enger anliegenderen Ärmel verhindern jedoch, dass er insgesamt zu sackig aussieht. Ich habe die Ärmel etwas länger gestrickt, damit das Ganze zusammenpasst.

Damit sich die Bündchen nicht einrollen, bin ich von der Anleitung abgewichen und habe ein 1×1 Bündchen gestrickt. Wie ich hier genau vorgegangen bin, könnt ihr auf meiner Ravelry-Projektseite nachlesen. Dort findet man übrigens auch noch weitere Fotos von dem Pulli.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die schöne Schulterpartie hinweisen. Ich habe die Schultermaschen direkt in den Ärmel überfließen lassen. Das fällt auf dem ersten Blick vermutlich nicht auf, deswegen wollte ich kurz darauf hinweisen. In mir steckt halt doch eine kleine Perfektionistin… 😀


Yume

Vor einigen Wochen habe ich ein Oberteil fertiggestellt, das schon länger auf meiner Wunschliste stand. Nachdem meine Mama sich Anfang des Jahres nach dieser Anleitung einen wunderschönen currygelben Pullover gestrickt hat, wollte ich auch unbedingt einen stricken. 😀 Ich habe mich für die sommerliche Variante mit kurzen Ärmeln entschieden.

Das Design ist von Isabell Kraemer und heißt „Yume„. Ich habe die Garne verwendet, die von der Designerin vorgeschlagen wurden: Ito Shio (Merino; Farbe „Balsam“) und Ito Gima 8.5 (Baumwolle, Farbe „Chestnut“).

Meine Farbzusammenstellung ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich finde sie cool, da das Oberteil in jedem Licht ein bisschen anders aussieht. 🙂

Ich bin 1:1 der Anleitung gefolgt und habe nichts abgeändert. Das Lacemuster und die verkürzten Reihen sorgen dafür, dass sich das erste Drittel etwas abwechslungsreich strickt. Der Rest wird glatt rechts mit seitlichen „Fake-Nähten“ gearbeitet und eignet sich damit super als Projekt für den Stricktreff oder die Mittagspause. Ich habe das Oberteil in den letzten Wochen schon mehrmals getragen und mag es wirklich sehr gerne. 💙


Streifenjäckchen für den Kreativ-Wettbewerb

Die liebe Susanne vom Maschenwerk in Landsberg am Lech hat einen Kreativwettbewerb ausgerufen [unbeauftragte Werbung]. Vom 14. August bis zur langen Kunstnacht am 14. September werden die eingereichten Exponate dort ausgestellt und können von den Besuchern bewertet werden. Mitmachen konnte jeder – die einzige Voraussetzung war, dass die Wolle für das Projekt im Maschenwerk gekauft wurde. Susanne hat wirklich eine tolle Auswahl an Wolle! Da war es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden…

Meinen Lieblingspullover Menhir und mein Summer Shirt habe ich bereits mit Wolle aus ihrem Laden gestrickt, aber etwas Einfarbiges war mir dann irgendwie nicht kreativ genug. 😁 Also habe ich meine eigene farbliche Komfortzone verlassen und dabei ein Strickjäckchen produziert, mit dem ich mehr als zufrieden bin. 😍

Die Anleitung für dieses Jäckchen heißt „marsa alam“ und stammt aus der Feder von Isabell Kraemer. Verwendet habe ich dafür das Garn „Coast Uld Bomuld“ von Holst in den Farben „Marsh“ (blau; 3 Knäuel) und  „Asparagus“ (ocker, 2 Knäuel). Der Faden wird doppelt gehalten, also habe ich ein Fadenende aus der Mitte des cakes und eins von außen zusammengefasst.

Die Knöpfe habe ich mit dunkelrotem Faden angenäht. Knöpfe tragen einfach SO viel zum Gesamtbild eines Strickjäckchens bei und ich bin echt happy mit meiner Wahl.

Da ich das Projekt irgendwann um Mitternacht angefangen habe und wohl nicht mehr ganz wach war, habe ich die Größen etwas durcheinander gebracht. Ich habe die Maschenanzahl für Größe S angeschlagen, aber dann die Schultern für Größe XS gestrickt. Folglich haben für den Ausschnitt bzw. das Vorderteil auf jeder Seite zwei Maschen gefehlt. Das habe ich ausgebügelt, indem ich zwei weitere Zunahmerunden gestrickt habe. Dadurch wurde mein Ausschnitt minimal größer, was mir sehr gut gefällt. 👍 Meine Projektnotizen dazu findet ihr wie immer auf meiner Ravelry-Seite.


Summer & Linen

Im Wollladen meines Vertrauens, dem Maschenwerk in Landsberg am Lech (unbeauftragte Werbung 😉 ), habe ich vor einiger Zeit ein Leinengarn in einem tollen Olivgrün gesehen. Da sich Leinen perfekt für Sommeroberteile eignet, durften ein paar Stränge „Studio Linen“ von Erika Knight bei mir einziehen… Dabei handelt es sich um ein Garn aus 85% Viskose (aus recyceltem Leinen) und 15% Leinen.

Gestrickt habe ich daraus das „Summer„-Top von Ankestrick in der Größe XS. Beim Tragen wird das Leinengestrick um einiges länger – so ist daraus ein lässiges Sommershirt geworden. Verbraucht habe ich knapp sechs Stränge. ☀️

Die Anleitung gibt eigentlich vor, die Bündchen zweifarbig zu stricken. Da man von der Kontrastfarbe wirklich nur sehr wenig benötigt, habe ich mir dieses Extra gespart. Für die Ärmel und den Abschluss vom body habe ich 1×1 Bündchen gewählt.

Den Ausschnitt habe ich folgendermaßen gearbeitet: nach dem Aufnehmen der Maschen eine Reihe links, in der nächsten Reihe „1 Umschlag / 2 zusammenstricken“ (bzw. engl.: „yo / k2tog“) bis Ende, wieder eine Reihe links und dann rechts abketten.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und meinen Modifikationen der Anleitung. Das Garn ließ sich gut verstricken und das Shirt trägt sich sehr angenehm. 🙂


Teststrick: Winston Cardigan

Als die liebe Rililie vor ein paar Wochen die ersten Fotos von ihrem Winston Cardigan veröffentlicht hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Schnitt und die verwendeten Farben… große Liebe! 🖤 So habe ich mich auch wieder total gefreut, ihr neuestes Werk teststricken* zu dürfen. 🥰

Da ich aufgrund unseres Schottland-Urlaubs etwas weniger Zeit für den Teststrick hatte, habe ich nicht die Original-Wolle bestellt (Victoria von Ovelha Negra; aus Portugal), sondern Wolle aus meinem Vorrat verwendet bzw. selber gefärbt. Dabei habe ich ähnliche Farben wie Rililie verwendet, nur bei den Grau-Tönen wurde es etwas dunkler.

Meine Maschenprobe passt leider nicht 100%-ig, weswegen ich z.B. ein paar Reihen mehr gestrickt habe. Bei etwas mehr Zeit hätte ich vermutlich die Original-Wolle gewählt, aber andererseits hat es mir total viel Spaß gemacht, meine eigenen Farben zu färben.

Die schwarze Wolle ist von LITLG und heißt „Night“. Davon habe ich fast zwei komplette Stränge verbraucht – 5g blieben übrig. Den Rest habe ich gefärbt und dabei eine Qualität verwendet, die die gleiche Lauflänge (366m/100g) hat. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein einfädiges Garn.

Man braucht von den Kontrastfarben nur sehr wenig: für C1, C3 und C4 nur jeweils zwischen 5-10g. Nur von C2 habe ich etwas mehr als 40g verstrickt. Den genauen Verbrauch habe ich in meinen Projektnotizen auf Ravelry festgehalten. Der Vorteil am Selberfärben war hier übrigens auch, dass ich einen 100g-Strang vor dem Färben in kleinere Stränge zerteilen konnte und dadurch später nur wenig von den einzelnen Farben übrig geblieben ist.

Um das Streifenmuster zu kreieren, werden zwei verschiedene Nadelstärken verwendet (2mm & 4,5mm), was einen ziemlich coolen Effekt erzeugt.
Das mehrfarbige Muster bringt jedoch mit sich, dass man einige Fäden vernähen muss. Damit habe ich mir sehr gut am Flughafen von Edinburgh die Zeit vertreiben können. 😉

Die Abnahmen beim Ärmelbündchen finde ich ungewöhnlich und SO cool – guckt mal näher hin! Es ergeben sich zwei Dreiecke, einmal mit linken, einmal mit rechten Maschen.

Ein weiteres tolles Detail ist, dass die Abnahmen am body bei der abgerundeten Ecke zusammenlaufen.
Beim ribbing werden Zunahmen an der soeben erwähnten Rundung gestrickt und verkürzte Reihen.

Auch für das Abketten hat sich Rililie etwas einfallen lassen, das ich zuvor noch nie gemacht habe: Man kettet mit doppelt gehaltenem Faden ab und teilweise auch mit Zunahmen.

Rililie hat es mal wieder geschafft, eine geniale & anspruchsvolle Anleitung zu schreiben, bei der ich viele neue Techniken kennenlernen durfte. Kein „mindless“-Projekt, sondern wirklich etwas Besonderes! Das Design ist von der ersten bis zur letzten Masche spannend zu stricken. Ich kann die Anleitung auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr eine kleine Herausforderung braucht und etwas dazulernen wollt. 🤓 👍 Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und das Ergebnis ist echt supercool!

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler/Unverständlichkeiten.


Teststrick: Niamh

Während wir in Schottland im Urlaub waren, hat die Designerin Isabell Kraemer ihr neuestes Werk auf Ravelry veröffentlicht: Niamh. Ich durfte die Anleitung für den Pullover teststricken* und habe dafür – wie bereits für meinen Mariechen Cardigan (ebenfalls von Isabell Kraemer) –  handgefärbte Wolle von Fru Valborg verwendet.

Ich habe die Größe S/36 gestrickt, da mir der oversized-Look auf Isabells Fotos so gut gefallen hat. Normalerweise passt mir Größe 34. Dadurch habe ich unter den Armen etwas mehr Luft, was ich bei Wollpullis ganz angenehm finde. XS hätte mir bestimmt ebenfalls gut gepasst und würde ich vermutlich auch wählen, wenn ich das Design noch einmal stricken sollte.

Verbraucht habe ich 278g der Qualität „Tweedy Fingering“ in der Farbe „Ash“. Die Wolle hat weiße, braune und schwarze Tweed-Flocken, die einen tollen Effekt erzeugen, der meiner Meinung nach echt gut zu dem Design passt. Die Idee, dass ich eine Bluse unter dem Pullover anziehen könnte, habe ich mir von der Designerin abgeschaut. 😉

Die Anleitung ist gut verständlich. Der Schnitt ist ziemlich simpel, aber das Design brilliert mit einigen tollen Details. Zum einen wären da die fake-Nähte an Ausschnitt, Ärmeln und den Seiten zu erwähnen…

… und zum anderen das tolle Muster beim Bündchen, das dem Pullover das gewisse Etwas verleiht. 🖤

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler.


Teststrick: Mariechen

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich bei Fru Valborg aus Schweden Wolle bestellt. Darunter befanden sich sechs Stränge Squishy Merino DK in der Farbe „Drifting“. Das Projekt, das ich ursprünglich damit stricken wollte, habe ich verworfen, ein weiteres damit aufgetrennt. Dann wurde ich im Februar auf Instagram auf einen superschönen Cardigan aufmerksam…

Die deutsche Designerin Isabell Kraemer hat für ihr neues Cardigan-Design „Mariechen“ TeststrickerInnen gesucht und mir war sofort klar, dass ich dafür unbedingt die erwähnte Wolle verwenden möchte. Ich freue mich total, dass Isabell und ihre Kollegin Janine mich als Teststrickerin* ausgewählt haben!

Ich trage obenrum Größe 34 und habe mich entschieden, XS zu stricken. Gute Wahl, denn nach dem Waschen und Spannen wurde die Strickjacke nochmal etwas weiter und passt wirklich perfekt! Ich bin total glücklich mit dem Ergebnis! 💕 Verwendet habe ich insgesamt 420g. Genaue Infos gibt es wie immer in meinen Projektnotizen nachzulesen.

Die Anleitung von Isabell Kraemer kann ich absolut empfehlen. Sie ist sehr verständlich geschrieben, das Muster ist schnell eingeprägt und es hat total Spaß gemacht, den Cardigan zu stricken. 👍

Hier sieht man das Muster nochmal genauer… Es gibt kleine Zöpfchen, Lace und eine Partie im Perlmuster. Die Wolle hat feine schwarze und orange Speckles, das macht das Ganze auch nochmal lebendiger. Aus den restlichen zwei Strängen habe ich übrigens einen Schal gestrickt. Den zeige ich aber ein anderes Mal… 😉

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler.


beccs

Man könnte fast meinen, ich bin eine wandelnde Strickmaschine, denn ich habe schon wieder ein Oberteil fertig! 😀 Tatsächlich hatte ich mir für dieses Teil (aus privaten Gründen) einen festen Termin gesetzt, an dem ich es unbedingt fertig haben wollte. Zum Glück wird das Jäckchen mit Nadelstärke 5 gestrickt und ist daher schnell gewachsen.

Gestrickt habe ich den „beccs“ Cardigan von Isabell Krämer. Die Anleitung ist zwar leicht verständlich, aber ich bin leider überhaupt kein Fan von der verwendeten Schriftart „Courier New“ (finde sie unübersichtlich). Die Wolle ist mal wieder von Malabrigo – und zwar die neue Qualität Washted in der Farbe „Plomo“. Verbraucht habe ich etwas mehr als 4,5 Knäuel.

Die Wolle ist weich und kuschelig, allerdings wärmt sie nicht so gut. Liegt vermutlich am superwash. Trotzdem bin ich voll zufrieden mit dem Jäckchen. Es hat auch sehr Spaß gemacht, es zu stricken. 🙂


Menhir

Ich arbeite fleißig weiter an meiner Herbst- und Wintergarderobe und so ist mir kürzlich ein Oversize-Pullover von den Nadeln gehüpft. Das Design stand schon lange auf meiner To-Knit-Liste und heißt Menhir.

Bis auf „Tubular Cast On“ und „Tubular Sewn Bind Off“ ist die Anleitung sehr einfach. Der Pullover wird ohne Taillierung von unten hochgestrickt. Die Ärmel habe ich etwas weiter gearbeitet, damit sie besser zum Rest passen. Ich habe den Pullover nun schon ein paarmal ausgeführt und kann daher sagen: Ich bin sehr froh über dieses gemütliche Teil! 🙂

Als ich im September zu Besuch in Landsberg am Lech war, habe ich dort im Maschenwerk neun Stränge einer frisch erschienenen Wollqualität mitgenommen, nämlich „HanfWerk“ von Schoppel. Wie der Name sagt, sind neben Merinowolle auch 10% Hanf enthalten. Das Garn ließ sich schnell verstricken und fühlt sich angenehm auf der Haut an.

Von meinen neun Knäueln ist übrigens nur ein wiiinziger Rest (ca. 2g) übrig geblieben. Das hat mir zum Ende hin ein bisschen Herzklopfen bereitet, aber die Wolle hat schließlich ausgereicht. Genauer dokumentiert habe ich das Ganze auf meiner Ravelry-Projektseite.

Ein paar Detailaufnahmen habe ich natürlich auch noch. Oben sieht man die Ausschnittformung gut, auf den beiden unteren Fotos die Schulternaht und die Bündchen.

„Tubular Cast On“ & “ Tubular Bind Off“ sind zwar sehr aufwändig, aber die Bündchen sehen dadurch echt schön aus! 😉


Grün-blauer Schal für Mama

Über den Sommer habe ich an einem Geburtstagsgeschenk für meine Mama gearbeitet. Da sie letzte Woche Geburtstag hatte, kann ich es nun hier zeigen. 🙂

Gestrickt habe ich für sie einen bunten asymmetrischen Dreiecksschal. Die Anleitung heißt „Samen“ und stammt aus der Feder von Stephen West.

Verwendet habe ich dafür fünf Knäuel Malabrigo Lace in den Farben Olive, Hojas, Paris Night, Emerald und Lettuce. Wie viel ich davon genau verbraucht habe, habe ich auf meiner Ravelry-Projektseite festgehalten. Die Wolle ist superweich und trägt sich höchst angenehm. Die Flauschigkeit war beim Stricken allerdings etwas von Nachteil, da der Faden etwas bremsig auf der Haut war. Aber gut, ich habe ja wie gesagt im Sommer damit gestrickt… 😉

Meine Mama ist übrigens dunkelblond und hat strahlend blaue Augen. Die Farben vom Schal stehen ihr wirklich gut und sie hat sich sehr über ihr Geschenk gefreut, was mich sehr glücklich macht. 💕


Featherweight Cardi

Ich freue mich riesig, dass jetzt endlich die Temperaturen gekommen sind, um meine selbstgestrickte Kleidung zu tragen! Für die Übergangszeit bestens geeignet ist zum Beispiel mein Featherweight Cardigan, den ich vor Kurzem fertiggestellt habe.

Verwendet habe ich von FruValborg das handgefärbte Garn Merino Classic in den Farben „Cobblestone“ und „Onodrim“. Für den Cardigan habe ich insgesamt 270g verbraucht – daher der Name „Featherweight“.

Ein paar Detailaufnahmen gibt’s auch…

Den Kragen habe ich glatt rechts gestrickt, dadurch rollt er sich etwas ein. Die vorletzte Reihe vor dem Abketten habe ich links gestickt (bzw. in der Rückreihe rechts), die nächste (Hin-)Reihe (ebenfalls) rechts und dann in der Rückreihe abgekettet. Das Abketten habe ich so gemacht: 1M rechts, *1M rechts, mit der linken Nadel in die zwei Maschen auf der rechten Nadel einstechen, beide Maschen verschränkt rechts abstricken* (*wiederholen, bis alle Maschen abgekettet sind).

Die Bündchen wurden im 1r1l-Muster gestrickt und mit „Jeny’s Surprisingly Stretchy Bind Off“ (findet man z.B. auf Youtube) abgekettet.


Zweig

Sommer bedeutet unter anderem: Stricken für die kältere Jahreszeit. 😀
So habe ich vor Kurzem einen neuen Pullover fertiggestellt, mit dem ich wirklich sehr zufrieden bin. (*Hier* geht’s zu meiner Ravelry Projektseite!) Das Pattern stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich kann verstehen, dass einige Strickerinnen mehrere Exemplare davon haben möchten. Man kann einfach super Farben kombinieren! Trotzdem bin ich erstmal bei einer unauffälligen Kombi geblieben:

Bei der Anleitung handelt es sich um den „Zweig“ Pullover von Caitlin Hunter / Boylandknitworks. Das Projekt war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und das Lace-Muster sieht komplizierter aus als es ist. (Da musste ich mich bei meinem Jolie Pullover mehr konzentrieren!) Das Muster mit den vielen Kreuzchen habe ich leicht abgewandelt, damit es schneller zu stricken ist. Statt C2F habe ich CL gearbeitet und statt C2B CR – also „crossing stitches“. Der Unterschied fällt kaum auf! Ich finde, dass das X-Muster dem grauen Part eine interessante Struktur gibt und beim Stricken mehr Spaß macht als glatt rechts.

Bei der verwendeten Wolle handelt es sich um handgefärbtes Dochtgarn (Merinowolle, 366m/100g). Die dunkelgraue Wolle ist „Vanilleschote“ von Frida Fuchs. Davon habe ich nur etwa 2,5 Stränge gebraucht. Die Kontrastfarbe ist von FruValborg aus Schweden und heißt „Oaklake“. Davon habe ich auch nur knapp einen halben Strang verwendet. Von der FruValborg Wolle bin ich besonders begeistert. Sie ist schön weich und wirklich toll gefärbt.

Schade, dass es zum Tragen momentan noch zu warm ist. 😉 Vielen Dank geht an meinen Freund, der mich darin fotografiert hat, und eine Wolke, die kurz für das passende Licht gesorgt hat. Ob ich mir noch einen Zweig stricke, kann ich noch nicht sagen, da genug andere Projekte auf meiner Wunschliste stehen. Ausschließen würde ich es aber nicht.


Grey Milkshake

Während die Fäden an meinem Jolie Sweater darauf gewartet haben vernäht zu werden, habe ich den Milkshake Cardigan von Joji Locatelli angeschlagen. Ein tolles Basic! Ich wollte ihn unbedingt in Grau stricken – meine Mama hat mich etwas mit der Farbe angesteckt. 😉

Verwendet habe ich vier Knäuel Madelinetosh Tosh DK in der Farbe „Dr Zhivagos Sky“ – ein bläuliches Grau, das ich sehr schick finde. 💙 Der Cardigan war dank „glatt rechts gestrickt“ wirklich schnell fertig. Inzwischen habe ich mich sogar etwas mit dem Ärmel stricken angefreundet… 😀

Ich habe auch bei diesem Projekt wieder einiges dazulernen können: Eingesetzte Ärmel mit verkürzten Reihen, das kannte ich vorher noch nicht. Der Sparkle Cardigan von Joji hat übrigens die gleiche Konstruktion. Dieser darf bestimmt auch irgendwann auf die Nadeln. Für das aktuelle Wetter ist der Milkshake nämlich etwas zu wärmend (für die kalte Wohnung aber perfekt). 😉

Man beachte das Baumgesicht im Hintergrund! 😀

Die passenden Knöpfe habe ich dann auch noch gefunden: