Nagellack & DIY-Projekte

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Enchantée

Es ist inzwischen schon wieder so kalt geworden, dass ich Frostbeule in meinen dünneren selbstgestrickten Wollsachen etwas friere. Gottseidank habe ich aber diese Woche einen neuen Pulli fertiggestellt, der trotz löchrigem Lace-Muster etwas wärmer ausfällt. 👍

Die Wolle dafür habe ich in Edinburgh gekauft, wo Sebi und ich im Juni waren. Dabei handelt es sich um die Qualität „Dovestone DK“ von Baa Ram Ewe in der Farbe „Yorkstone“. Ich hatte davon fünf Stränge mitgenommen, aber nur etwas mehr als drei verstrickt. Mal gucken, was ich mit dem Rest mache… Das Garn ist übrigens discontinued, aber es gibt von der Firma eine sehr ähnliche Qualität, nämlich „Winterburn DK“.

Die Anleitung für den Pullover heißt „Enchantée“ und ist von Emilie Luis, einer französischen Designerin. Ich habe vorher keine Maschenprobe gemacht, sondern einfach für Größe XS losgestrickt. Einige Inches später hat sich dann herausgestellt, dass mein Strickstück etwas kleiner ausfällt (eine Wiederholung des Lace-Musters sollte eigentlich 4 x 1.5 inches messen, bei mir waren es 3.5 x 1 inches). Anstatt locker – wie in der Anleitung empfohlen – sitzt er halt jetzt körpernah. Macht ja nichts. Sieht trotzdem gut aus! 😉

Da mein Pulli enger sitzt als in der Anleitung vorgesehen, musste ich ein paar Anpassungen vornehmen. So wurde mein Ausschnitt zum Beispiel etwas kleiner bzw. ich habe ihn ein paar Musterwiederholungen später begonnen. Auch konnte ich die Ärmel nicht gerade dranstricken, sondern habe erst ein paar verkürzte Reihen an den Schultern und Abnahmen unter den Armen gearbeitet, damit der Pullover besser sitzt. Die Ärmel an sich fallen auch wesentlich enger aus als in der Anleitung. Alle Notizen dazu gibt es wie immer auf meiner Ravelry Projektseite.

Die Ärmel habe ich mit einem genähten Tubular Bind-Off abgekettet. Das sieht einfach superordentlich aus. Wenn man es ein paar Mal gemacht hat, ist es auch gar nicht so kompliziert. 😉 Ich kann es nur empfehlen!

Zusammenfassend möchte ich noch sagen, dass es echt total Spaß gemacht hat, den unteren Teil des bodys zu stricken. Das Lace-Muster ist sehr eingängig. Da ich anschließend aber so viel anpassen musste, war mein Fortschritt dann etwas schleppender. Zudem gab es ein paar Verständnisschwierigkeiten, was das Abketten am Ausschnitt und die verkürzten Reihen bei den hinteren Schulterpartien angeht.

Die Farbe des Pullovers gefällt mir total gut und ich fühle mich sehr wohl darin. Die Wolle ist jedoch etwas fusselig und juckte am Anfang leicht. Ich denke, das wird nach mehrmaligem Tragen aber bestimmt besser. Jetzt kann der Winter kommen! ❄️


Ashes

Aktuell findet in der Ravelry Gruppe von Isabell Kraemer zum sechsten Mal der alljährliche „take your pick KAL“ statt. In diesem Rahmen hat man drei Monate Zeit (bis Mitte Dezember), um seine Projekte fertigzustellen. Auch WIPs sind willkommen. Das hat mich echt motiviert, endlich den Ashes Pullover zu stricken, wofür ich bereits vor zwei Jahren die Anleitung gekauft habe.

Nach einem zunächst holprigen Start mit etwas zu dünner Wolle habe ich schließlich ein passendes Garn in meinem Wollvorat gefunden und nach drei Wochen Strickzeit dieses neue Lieblingsteil fertiggestellt:

Verwendet habe ich dafür drei Stränge Madelinetosh TML in der Farbe „Dead Calm“. Dabei handelt es sich um ein leicht bläuliches Grau mit sehr dezenten grünen und orangen Speckles. Für den body habe ich genau zwei Stränge verbraucht. Da ein Strang kaum und der andere hingegen zur Hälfte stark gesprenkelt war, habe ich mit zwei Knäueln gleichzeitig gestrickt, um den farblichen Übergang fließend zu gestalten. Der Strang, den ich für die Ärmel verwendet habe, war zum Glück einigermaßen gleichmäßig gefärbt.

Glatt rechts gestrickte Pullover haben ja den Ruf, beim Stricken irgendwann etwas langweilig zu werden. Das war hier absolut nicht der Fall, da der Pulli von oben nach unten immer schmaler wird und die Abnahmen an den Seiten interessant gestaltet sind. So hat man alle paar Reihen eine Abnahmerunde, was mich beim glatt-rechts-Stricken immer bei Laune hält („Noch drei Reihen bis zur nächsten Abnahmerunde“, „Nur noch drei Abnahmen“…). Vielleicht geht es euch ja genauso?! 😉

Es handelt sich hierbei übrigens um einen VoKuHiLa-Pulli… Der Rücken ist etwas länger, was mir richtig gut gefällt, weil ich es gar nicht mag, wenn meine Nieren frei liegen. 😉 Außerdem sieht es ziemlich cool aus. Generell ist der Schnitt ziemlich lässig. Die etwas enger anliegenderen Ärmel verhindern jedoch, dass er insgesamt zu sackig aussieht. Ich habe die Ärmel etwas länger gestrickt, damit das Ganze zusammenpasst.

Damit sich die Bündchen nicht einrollen, bin ich von der Anleitung abgewichen und habe ein 1×1 Bündchen gestrickt. Wie ich hier genau vorgegangen bin, könnt ihr auf meiner Ravelry-Projektseite nachlesen. Dort findet man übrigens auch noch weitere Fotos von dem Pulli.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die schöne Schulterpartie hinweisen. Ich habe die Schultermaschen direkt in den Ärmel überfließen lassen. Das fällt auf dem ersten Blick vermutlich nicht auf, deswegen wollte ich kurz darauf hinweisen. In mir steckt halt doch eine kleine Perfektionistin… 😀


Menhir

Ich arbeite fleißig weiter an meiner Herbst- und Wintergarderobe und so ist mir kürzlich ein Oversize-Pullover von den Nadeln gehüpft. Das Design stand schon lange auf meiner To-Knit-Liste und heißt Menhir.

Bis auf „Tubular Cast On“ und „Tubular Sewn Bind Off“ ist die Anleitung sehr einfach. Der Pullover wird ohne Taillierung von unten hochgestrickt. Die Ärmel habe ich etwas weiter gearbeitet, damit sie besser zum Rest passen. Ich habe den Pullover nun schon ein paarmal ausgeführt und kann daher sagen: Ich bin sehr froh über dieses gemütliche Teil! 🙂

Als ich im September zu Besuch in Landsberg am Lech war, habe ich dort im Maschenwerk neun Stränge einer frisch erschienenen Wollqualität mitgenommen, nämlich „HanfWerk“ von Schoppel. Wie der Name sagt, sind neben Merinowolle auch 10% Hanf enthalten. Das Garn ließ sich schnell verstricken und fühlt sich angenehm auf der Haut an.

Von meinen neun Knäueln ist übrigens nur ein wiiinziger Rest (ca. 2g) übrig geblieben. Das hat mir zum Ende hin ein bisschen Herzklopfen bereitet, aber die Wolle hat schließlich ausgereicht. Genauer dokumentiert habe ich das Ganze auf meiner Ravelry-Projektseite.

Ein paar Detailaufnahmen habe ich natürlich auch noch. Oben sieht man die Ausschnittformung gut, auf den beiden unteren Fotos die Schulternaht und die Bündchen.

„Tubular Cast On“ & “ Tubular Bind Off“ sind zwar sehr aufwändig, aber die Bündchen sehen dadurch echt schön aus! 😉