Nagellack & DIY-Projekte

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Streifenjäckchen für den Kreativ-Wettbewerb

Die liebe Susanne vom Maschenwerk in Landsberg am Lech hat einen Kreativwettbewerb ausgerufen [unbeauftragte Werbung]. Vom 14. August bis zur langen Kunstnacht am 14. September werden die eingereichten Exponate dort ausgestellt und können von den Besuchern bewertet werden. Mitmachen konnte jeder – die einzige Voraussetzung war, dass die Wolle für das Projekt im Maschenwerk gekauft wurde. Susanne hat wirklich eine tolle Auswahl an Wolle! Da war es gar nicht so leicht, sich zu entscheiden…

Meinen Lieblingspullover Menhir und mein Summer Shirt habe ich bereits mit Wolle aus ihrem Laden gestrickt, aber etwas Einfarbiges war mir dann irgendwie nicht kreativ genug. 😁 Also habe ich meine eigene farbliche Komfortzone verlassen und dabei ein Strickjäckchen produziert, mit dem ich mehr als zufrieden bin. 😍

Die Anleitung für dieses Jäckchen heißt „marsa alam“ und stammt aus der Feder von Isabell Kraemer. Verwendet habe ich dafür das Garn „Coast Uld Bomuld“ von Holst in den Farben „Marsh“ (blau; 3 Knäuel) und  „Asparagus“ (ocker, 2 Knäuel). Der Faden wird doppelt gehalten, also habe ich ein Fadenende aus der Mitte des cakes und eins von außen zusammengefasst.

Die Knöpfe habe ich mit dunkelrotem Faden angenäht. Knöpfe tragen einfach SO viel zum Gesamtbild eines Strickjäckchens bei und ich bin echt happy mit meiner Wahl.

Da ich das Projekt irgendwann um Mitternacht angefangen habe und wohl nicht mehr ganz wach war, habe ich die Größen etwas durcheinander gebracht. Ich habe die Maschenanzahl für Größe S angeschlagen, aber dann die Schultern für Größe XS gestrickt. Folglich haben für den Ausschnitt bzw. das Vorderteil auf jeder Seite zwei Maschen gefehlt. Das habe ich ausgebügelt, indem ich zwei weitere Zunahmerunden gestrickt habe. Dadurch wurde mein Ausschnitt minimal größer, was mir sehr gut gefällt. 👍 Meine Projektnotizen dazu findet ihr wie immer auf meiner Ravelry-Seite.


Summer & Linen

Im Wollladen meines Vertrauens, dem Maschenwerk in Landsberg am Lech (unbeauftragte Werbung 😉 ), habe ich vor einiger Zeit ein Leinengarn in einem tollen Olivgrün gesehen. Da sich Leinen perfekt für Sommeroberteile eignet, durften ein paar Stränge „Studio Linen“ von Erika Knight bei mir einziehen… Dabei handelt es sich um ein Garn aus 85% Viskose (aus recyceltem Leinen) und 15% Leinen.

Gestrickt habe ich daraus das „Summer„-Top von Ankestrick in der Größe XS. Beim Tragen wird das Leinengestrick um einiges länger – so ist daraus ein lässiges Sommershirt geworden. Verbraucht habe ich knapp sechs Stränge. ☀️

Die Anleitung gibt eigentlich vor, die Bündchen zweifarbig zu stricken. Da man von der Kontrastfarbe wirklich nur sehr wenig benötigt, habe ich mir dieses Extra gespart. Für die Ärmel und den Abschluss vom body habe ich 1×1 Bündchen gewählt.

Den Ausschnitt habe ich folgendermaßen gearbeitet: nach dem Aufnehmen der Maschen eine Reihe links, in der nächsten Reihe „1 Umschlag / 2 zusammenstricken“ (bzw. engl.: „yo / k2tog“) bis Ende, wieder eine Reihe links und dann rechts abketten.

Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und meinen Modifikationen der Anleitung. Das Garn ließ sich gut verstricken und das Shirt trägt sich sehr angenehm. 🙂


Teststrick: Winston Cardigan

Als die liebe Rililie vor ein paar Wochen die ersten Fotos von ihrem Winston Cardigan veröffentlicht hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Schnitt und die verwendeten Farben… große Liebe! 🖤 So habe ich mich auch wieder total gefreut, ihr neuestes Werk teststricken* zu dürfen. 🥰

Da ich aufgrund unseres Schottland-Urlaubs etwas weniger Zeit für den Teststrick hatte, habe ich nicht die Original-Wolle bestellt (Victoria von Ovelha Negra; aus Portugal), sondern Wolle aus meinem Vorrat verwendet bzw. selber gefärbt. Dabei habe ich ähnliche Farben wie Rililie verwendet, nur bei den Grau-Tönen wurde es etwas dunkler.

Meine Maschenprobe passt leider nicht 100%-ig, weswegen ich z.B. ein paar Reihen mehr gestrickt habe. Bei etwas mehr Zeit hätte ich vermutlich die Original-Wolle gewählt, aber andererseits hat es mir total viel Spaß gemacht, meine eigenen Farben zu färben.

Die schwarze Wolle ist von LITLG und heißt „Night“. Davon habe ich fast zwei komplette Stränge verbraucht – 5g blieben übrig. Den Rest habe ich gefärbt und dabei eine Qualität verwendet, die die gleiche Lauflänge (366m/100g) hat. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein einfädiges Garn.

Man braucht von den Kontrastfarben nur sehr wenig: für C1, C3 und C4 nur jeweils zwischen 5-10g. Nur von C2 habe ich etwas mehr als 40g verstrickt. Den genauen Verbrauch habe ich in meinen Projektnotizen auf Ravelry festgehalten. Der Vorteil am Selberfärben war hier übrigens auch, dass ich einen 100g-Strang vor dem Färben in kleinere Stränge zerteilen konnte und dadurch später nur wenig von den einzelnen Farben übrig geblieben ist.

Um das Streifenmuster zu kreieren, werden zwei verschiedene Nadelstärken verwendet (2mm & 4,5mm), was einen ziemlich coolen Effekt erzeugt.
Das mehrfarbige Muster bringt jedoch mit sich, dass man einige Fäden vernähen muss. Damit habe ich mir sehr gut am Flughafen von Edinburgh die Zeit vertreiben können. 😉

Die Abnahmen beim Ärmelbündchen finde ich ungewöhnlich und SO cool – guckt mal näher hin! Es ergeben sich zwei Dreiecke, einmal mit linken, einmal mit rechten Maschen.

Ein weiteres tolles Detail ist, dass die Abnahmen am body bei der abgerundeten Ecke zusammenlaufen.
Beim ribbing werden Zunahmen an der soeben erwähnten Rundung gestrickt und verkürzte Reihen.

Auch für das Abketten hat sich Rililie etwas einfallen lassen, das ich zuvor noch nie gemacht habe: Man kettet mit doppelt gehaltenem Faden ab und teilweise auch mit Zunahmen.

Rililie hat es mal wieder geschafft, eine geniale & anspruchsvolle Anleitung zu schreiben, bei der ich viele neue Techniken kennenlernen durfte. Kein „mindless“-Projekt, sondern wirklich etwas Besonderes! Das Design ist von der ersten bis zur letzten Masche spannend zu stricken. Ich kann die Anleitung auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr eine kleine Herausforderung braucht und etwas dazulernen wollt. 🤓 👍 Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und das Ergebnis ist echt supercool!

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler/Unverständlichkeiten.


Teststrick: Niamh

Während wir in Schottland im Urlaub waren, hat die Designerin Isabell Kraemer ihr neuestes Werk auf Ravelry veröffentlicht: Niamh. Ich durfte die Anleitung für den Pullover teststricken* und habe dafür – wie bereits für meinen Mariechen Cardigan (ebenfalls von Isabell Kraemer) –  handgefärbte Wolle von Fru Valborg verwendet.

Ich habe die Größe S/36 gestrickt, da mir der oversized-Look auf Isabells Fotos so gut gefallen hat. Normalerweise passt mir Größe 34. Dadurch habe ich unter den Armen etwas mehr Luft, was ich bei Wollpullis ganz angenehm finde. XS hätte mir bestimmt ebenfalls gut gepasst und würde ich vermutlich auch wählen, wenn ich das Design noch einmal stricken sollte.

Verbraucht habe ich 278g der Qualität „Tweedy Fingering“ in der Farbe „Ash“. Die Wolle hat weiße, braune und schwarze Tweed-Flocken, die einen tollen Effekt erzeugen, der meiner Meinung nach echt gut zu dem Design passt. Die Idee, dass ich eine Bluse unter dem Pullover anziehen könnte, habe ich mir von der Designerin abgeschaut. 😉

Die Anleitung ist gut verständlich. Der Schnitt ist ziemlich simpel, aber das Design brilliert mit einigen tollen Details. Zum einen wären da die fake-Nähte an Ausschnitt, Ärmeln und den Seiten zu erwähnen…

… und zum anderen das tolle Muster beim Bündchen, das dem Pullover das gewisse Etwas verleiht. 🖤

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler.


Projekttasche mit Schafen

In der Kollegstufe hatte ich mal eine Phase, in der ich ganz viele Taschen genäht habe. Diese entstanden ohne jegliches Schnittmuster und beinhalteten interessante Details, wie z.B. knallorangen Plüsch-Stoff als Futter. Kein Scherz! 😂

Die Taschen habe ich vor ein paar Jahren alle weggehauen. Nun hat es mich aber doch mal wieder gepackt und ich habe mich an die Nähmaschine gesetzt, um mir eine Projekttasche (oder mehrere^^)   zu nähen.

In einer Sache bin ich mir treu geblieben: nämlich, dass ich kein Schnittmuster verwendet habe, haha… Dafür habe ich mir immerhin ein paar Tutorials zu „Drawstring Bags“ angeguckt. Nach zwei Prototypen, die übrigens auch schon recht ansehnlich wurden (*stolz bin*), ist schließlich diese Tasche entstanden:

Der Stoff ist einfach so perfekt für eine Projekttasche! 😀
An den Seiten befinden sich D-Ringe, um einen Tragegurt zu befestigen oder ebendiesen wieder abzunehmen, wenn ich die Tasche gerade nur benötige, um mein Strickzeug zuhause ordentlich zu verräumen. Verschlossen wird die Tasche mit zwei Baumwollkordeln.

Im Inneren befindet sich eine Seitentasche, die in zwei Fächer aufgeteilt ist. Außerdem habe ich einen Karabiner angebracht, um meine Maschenmarkierer (natürlich auch selbstgebastelt!) immer griffbereit zu haben.

Der innen verwendete Stoff gefällt mir auch wahnsinnig gut. Man erkennt es auf dem Foto nicht so deutlich, aber die Blüten unten rechts im Bild haben kleine Punkte, die das Gelbgrün vom Außenstoff aufgreifen. 😍

Ich bin echt total zufrieden, wie die Tasche geworden ist. Meiner Mama hat sie auch so gut gefallen, dass ich ihr bereits eine aus den gleichen Stoffen genäht habe. 😀


Teststrick: Mariechen

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich bei Fru Valborg aus Schweden Wolle bestellt. Darunter befanden sich sechs Stränge Squishy Merino DK in der Farbe „Drifting“. Das Projekt, das ich ursprünglich damit stricken wollte, habe ich verworfen, ein weiteres damit aufgetrennt. Dann wurde ich im Februar auf Instagram auf einen superschönen Cardigan aufmerksam…

Die deutsche Designerin Isabell Kraemer hat für ihr neues Cardigan-Design „Mariechen“ TeststrickerInnen gesucht und mir war sofort klar, dass ich dafür unbedingt die erwähnte Wolle verwenden möchte. Ich freue mich total, dass Isabell und ihre Kollegin Janine mich als Teststrickerin* ausgewählt haben!

Ich trage obenrum Größe 34 und habe mich entschieden, XS zu stricken. Gute Wahl, denn nach dem Waschen und Spannen wurde die Strickjacke nochmal etwas weiter und passt wirklich perfekt! Ich bin total glücklich mit dem Ergebnis! 💕 Verwendet habe ich insgesamt 420g. Genaue Infos gibt es wie immer in meinen Projektnotizen nachzulesen.

Die Anleitung von Isabell Kraemer kann ich absolut empfehlen. Sie ist sehr verständlich geschrieben, das Muster ist schnell eingeprägt und es hat total Spaß gemacht, den Cardigan zu stricken. 👍

Hier sieht man das Muster nochmal genauer… Es gibt kleine Zöpfchen, Lace und eine Partie im Perlmuster. Die Wolle hat feine schwarze und orange Speckles, das macht das Ganze auch nochmal lebendiger. Aus den restlichen zwei Strängen habe ich übrigens einen Schal gestrickt. Den zeige ich aber ein anderes Mal… 😉

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler.


Menhir

Ich arbeite fleißig weiter an meiner Herbst- und Wintergarderobe und so ist mir kürzlich ein Oversize-Pullover von den Nadeln gehüpft. Das Design stand schon lange auf meiner To-Knit-Liste und heißt Menhir.

Bis auf „Tubular Cast On“ und „Tubular Sewn Bind Off“ ist die Anleitung sehr einfach. Der Pullover wird ohne Taillierung von unten hochgestrickt. Die Ärmel habe ich etwas weiter gearbeitet, damit sie besser zum Rest passen. Ich habe den Pullover nun schon ein paarmal ausgeführt und kann daher sagen: Ich bin sehr froh über dieses gemütliche Teil! 🙂

Als ich im September zu Besuch in Landsberg am Lech war, habe ich dort im Maschenwerk neun Stränge einer frisch erschienenen Wollqualität mitgenommen, nämlich „HanfWerk“ von Schoppel. Wie der Name sagt, sind neben Merinowolle auch 10% Hanf enthalten. Das Garn ließ sich schnell verstricken und fühlt sich angenehm auf der Haut an.

Von meinen neun Knäueln ist übrigens nur ein wiiinziger Rest (ca. 2g) übrig geblieben. Das hat mir zum Ende hin ein bisschen Herzklopfen bereitet, aber die Wolle hat schließlich ausgereicht. Genauer dokumentiert habe ich das Ganze auf meiner Ravelry-Projektseite.

Ein paar Detailaufnahmen habe ich natürlich auch noch. Oben sieht man die Ausschnittformung gut, auf den beiden unteren Fotos die Schulternaht und die Bündchen.

„Tubular Cast On“ & “ Tubular Bind Off“ sind zwar sehr aufwändig, aber die Bündchen sehen dadurch echt schön aus! 😉


Grün-blauer Schal für Mama

Über den Sommer habe ich an einem Geburtstagsgeschenk für meine Mama gearbeitet. Da sie letzte Woche Geburtstag hatte, kann ich es nun hier zeigen. 🙂

Gestrickt habe ich für sie einen bunten asymmetrischen Dreiecksschal. Die Anleitung heißt „Samen“ und stammt aus der Feder von Stephen West.

Verwendet habe ich dafür fünf Knäuel Malabrigo Lace in den Farben Olive, Hojas, Paris Night, Emerald und Lettuce. Wie viel ich davon genau verbraucht habe, habe ich auf meiner Ravelry-Projektseite festgehalten. Die Wolle ist superweich und trägt sich höchst angenehm. Die Flauschigkeit war beim Stricken allerdings etwas von Nachteil, da der Faden etwas bremsig auf der Haut war. Aber gut, ich habe ja wie gesagt im Sommer damit gestrickt… 😉

Meine Mama ist übrigens dunkelblond und hat strahlend blaue Augen. Die Farben vom Schal stehen ihr wirklich gut und sie hat sich sehr über ihr Geschenk gefreut, was mich sehr glücklich macht. 💕


Featherweight Cardi

Ich freue mich riesig, dass jetzt endlich die Temperaturen gekommen sind, um meine selbstgestrickte Kleidung zu tragen! Für die Übergangszeit bestens geeignet ist zum Beispiel mein Featherweight Cardigan, den ich vor Kurzem fertiggestellt habe.

Verwendet habe ich von FruValborg das handgefärbte Garn Merino Classic in den Farben „Cobblestone“ und „Onodrim“. Für den Cardigan habe ich insgesamt 270g verbraucht – daher der Name „Featherweight“.

Ein paar Detailaufnahmen gibt’s auch…

Den Kragen habe ich glatt rechts gestrickt, dadurch rollt er sich etwas ein. Die vorletzte Reihe vor dem Abketten habe ich links gestickt (bzw. in der Rückreihe rechts), die nächste (Hin-)Reihe (ebenfalls) rechts und dann in der Rückreihe abgekettet. Das Abketten habe ich so gemacht: 1M rechts, *1M rechts, mit der linken Nadel in die zwei Maschen auf der rechten Nadel einstechen, beide Maschen verschränkt rechts abstricken* (*wiederholen, bis alle Maschen abgekettet sind).

Die Bündchen wurden im 1r1l-Muster gestrickt und mit „Jeny’s Surprisingly Stretchy Bind Off“ (findet man z.B. auf Youtube) abgekettet.


Zweig

Sommer bedeutet unter anderem: Stricken für die kältere Jahreszeit. 😀
So habe ich vor Kurzem einen neuen Pullover fertiggestellt, mit dem ich wirklich sehr zufrieden bin. (*Hier* geht’s zu meiner Ravelry Projektseite!) Das Pattern stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich kann verstehen, dass einige Strickerinnen mehrere Exemplare davon haben möchten. Man kann einfach super Farben kombinieren! Trotzdem bin ich erstmal bei einer unauffälligen Kombi geblieben:

Bei der Anleitung handelt es sich um den „Zweig“ Pullover von Caitlin Hunter / Boylandknitworks. Das Projekt war auf jeden Fall sehr abwechslungsreich und das Lace-Muster sieht komplizierter aus als es ist. (Da musste ich mich bei meinem Jolie Pullover mehr konzentrieren!) Das Muster mit den vielen Kreuzchen habe ich leicht abgewandelt, damit es schneller zu stricken ist. Statt C2F habe ich CL gearbeitet und statt C2B CR – also „crossing stitches“. Der Unterschied fällt kaum auf! Ich finde, dass das X-Muster dem grauen Part eine interessante Struktur gibt und beim Stricken mehr Spaß macht als glatt rechts.

Bei der verwendeten Wolle handelt es sich um handgefärbtes Dochtgarn (Merinowolle, 366m/100g). Die dunkelgraue Wolle ist „Vanilleschote“ von Frida Fuchs. Davon habe ich nur etwa 2,5 Stränge gebraucht. Die Kontrastfarbe ist von FruValborg aus Schweden und heißt „Oaklake“. Davon habe ich auch nur knapp einen halben Strang verwendet. Von der FruValborg Wolle bin ich besonders begeistert. Sie ist schön weich und wirklich toll gefärbt.

Schade, dass es zum Tragen momentan noch zu warm ist. 😉 Vielen Dank geht an meinen Freund, der mich darin fotografiert hat, und eine Wolke, die kurz für das passende Licht gesorgt hat. Ob ich mir noch einen Zweig stricke, kann ich noch nicht sagen, da genug andere Projekte auf meiner Wunschliste stehen. Ausschließen würde ich es aber nicht.


Jolie

Jolie“ – die Anleitung von Paula Wiśniewska für diesen schönen Pullover musste ich einfach nachstricken! 💕
Das schicke Teil ist bereits seit einem Monat fertig, aber ich habe kürzlich erst die Fäden vernäht. Warum das so ist, erfahrt ihr gleich… 😉

Ich hatte bereits drei Stränge Malabrigo Arroyo in der Farbe „Chircas“ zuhause. Für den Lace-Teil und die Bündchen habe ich von Rosy Green Cheeky Merino Joy noch die Farbe „Schatztruhe“ dazugeshoppt. Meiner Meinung nach passen die beiden Farben echt wahnsinnig gut zusammen! 🙂 Die drei Stränge Malabrigo waren jedoch so unterschiedlich gefärbt, dass ich mit drei Knäueln gleichzeitig stricken musste: An zwei Stellen am Rücken habe ich dann immer das Knäuel gewechselt (einen überaus hilfreichen Blogbeitrag dazu findet ihr bei Lanade). Ein bisschen Color Pooling ließ sich trotzdem nicht vermeiden, sieht aber irgendwie auch ganz cool aus. 😉 Dafür hatte ich am Ende wegen der ganzen Abwechselei über 30 Fäden zu vernähen… Oweia!

Die Anleitung ist super geschrieben, beim Lacemuster muss man sich aber echt konzentrieren, damit man keinen Fehler reinhaut (was mir eventuell ein paar Mal passiert ist *hüstel* 😀 ). Meine Notizen zu diesem Projekt und noch mehr Fotos findet ihr *hier* auf Ravelry.


Finally „Still Light“

Im August 2017 habe ich dieses Projekt angefangen und nun eeendlich fertiggestellt: Meine „Still Light Tunic“. Mit 3mm-Nadeln und eher „bremsigem“ Garn (mehr dazu gleich) habe ich ehrlich gesagt nicht gerne daran gearbeitet. Letztendlich habe ich mich doch noch durchgekämpft. Umso glücklicher bin ich jetzt mit dem Ergebnis – ich liebe einfach lange Oberteile mit Taschen! 💙

Verwendet habe ich dafür die Holst Supersoft (bzw. Superkratz) in den Farben „Oxford“ und „Tobacco“ (der Name passt perfekt!). Das Garn enthielt noch das Spinnöl und glitt deswegen nicht schön über die Finger. Außerdem musste ich beim Stricken immer genau hingucken, weil ich sich das Garn gerne mal spaltet. Bäh!

Nachdem die „Still Light“ dann fertig war, habe ich ihr erst einmal eine Rosskur verpasst, um das Spinnöl rauszuwaschen (gesehen auf dem Blog „Feierabendfrickeleien„). Dafür braucht man einen sehr großen Topf oder eine Wanne, gibt kochendes Wasser und Spüli hinein und lässt das Strickstück darin einsinken. Das Ganze auf keinen Fall bewegen und am besten über Nacht abkühlen lassen. Danach normal waschen. Diese Prozedur hat die Wolle auf jeden Fall weicher und fluffiger gemacht, aber nicht kuschelig weich. 😉 Es gibt wohl viele Fans dieses Garns, ich werde es jedoch nicht mehr verstricken. Mich kratzt es zum Glück nur etwas an den Schultern, sonst bin ich wirklich überglücklich mit dem Teil. 🙂

Zur Anleitung kann ich noch sagen, dass sie gut geschrieben ist. Das kleine Detail im Nacken gefällt mir sehr gut. Zu beachten ist jedoch, dass das Ganze etwas größer ausfällt. Ich habe Größe XS gestrickt und das war eine gute Entscheidung. Die „Still Light Tunic“ sitzt auf jeden Fall gemütlich! 🙂


Carabe

Es trifft sich schon ganz gut, wenn einem pünktlich zum Kälteeinbruch eine Strickjacke von den Nadeln gehüpft ist! 😀 Gestrickt habe ich das Design „Carabe“ in Schwarz und einem gräulichem Aubergine („Pearl Ten“). Das Garn ist die „Rios“ von Malabrigo, die sich echt toll verstricken lässt. Auch mein Campside Cardi und die Raw Honey Stulpen sind aus dieser Wolle. 💙

Die Anleitung habe ich etwas abgewandelt, da ich einen lockeren Sitz wollte. Daher ist es irgendwas zwischen Größe S und M geworden. Den Kragen, den die Anleitung vorsieht, habe ich weggelassen, da er mir irgendwie zu brav war. Allerdings hätte mir dafür eh nicht die Wolle gereicht, weil ich das Ganze etwas verlängert habe. Mit den kleinen Veränderungen bin ich echt zufrieden, da die Strickjacke mega gemütlich geworden ist. 🙂

Für die Knöpfe musste ich etwas länger suchen. Das unterschätzt man irgendwie voll, aber die richtigen Knöpfe tragen einfach so viel zum Gesamtergebnis bei! Diese hier passen farblich gut und der Schliff macht sie etwas interessanter. 🙂


Pure Coziness

Ich habe wieder einen Schal nach einer Anleitung von Joji Locatelli gestickt. „Pure Joy“ heißt das Design und es hat auch wirklich Spaß gemacht, ihn zu stricken! 🙂

Verwendet habe ich dafür Madelinetosh Merino Light in den Farben „Dirty Panther“ (1,4 Knäuel) und „Glazed Pecan“ (0,6 Knäuel). Theoretisch wäre ich auch mit nur einem Knäuel „Dirty Panther“ ausgekommen, ABER ich habe die Anleitung etwas abgeändert, weil ich den Schal etwas länger und breiter haben wollte und daher einen zusätzlichen blauen Streifen gestrickt. Den Abschnitt mit „Glazed Pecan“ habe ich dafür etwas schmaler gestaltet. Ich finde diese Farbe zwar super (Anm.: Ich muss da sofort an Curry denken und ich liebe Curry! 😀 ), aber der letzte Streifen wäre mir sonst einfach zu dominant geworden… Mehr Infos dazu habe ich auf meiner Ravelry-Projektseite notiert.

Gestrickt wird das Ganze mit vielen verkürzten Reihen, dadurch werden die Streifen auf einer Seite immer breiter…

Passend zum Schal habe ich mir dann noch eine Mütze aus Madelinetosh Tosh DK in „Dirty Panther“ gestrickt. Das Design heißt „Rikke Hat“ und ist kostenlos erhältlich. Die Mütze ist mega gemütlich geworden und gefällt mir sehr gut. So sehe ich dann komplett eingekuschelt aus:


Raw Honey für Mena

Für die liebe Mena (Sebis Schwester, von der wir einen tollen selbstgemachten Adventskalender bekommen haben 💕) habe ich fingerlose Handschuhe mit Zickzack-Muster nach der Anleitung „Raw Honey“ von Alicia Plum gestrickt. Das war ein super Projekt für Zwischendurch und ich hatte wirklich sehr viel Spaß, sie zu stricken. Das Muster darf sicher bald nochmal auf die Nadeln! 😀

Verwendet habe ich dafür etwa 60g Malabrigo Rios in „Aguas“ und ein 4mm Nadelspiel. Für Handschuhe, Socken und Ärmel verwende ich übrigens nur 15cm lange Nadeln, mit den 20cm langen komme ich mir irgendwie immer in die Quere und das bremst aus. 😉 Und: Der farblich passende Nagellack ist „Baroque Jungle“ von China Glaze und war wirklich zufällig auf den Nägeln. 😀


Briochealicious

Kurz vor Weihnachten habe ich noch einen Schal fertiggestellt. Gestrickt wurde er mit dem Garn Malabrigo Sock in den Farben „Pocion“ und „Arbol“ nach der Anleitung „Briochealicious“ von Andrea Mowry. Ich bin superglücklich mit dem Ergebnis, vor allem, da ich zuvor mit der Wolle ein Jäckchen stricken wollte, das mir dann aus mehreren Gründen nicht gefiel. Als Schal finde ich die Farbkombi an mir aber sehr gut! 🙂

Es gibt drei Partien mit zweifarbigem Patentmuster (engl.: Brioche) und der Rest wird kraus rechts gestrickt. Die Fotos sind vor dem Waschen und Spannen entstanden, danach ist er noch etwas gewachsen und gleichmäßiger geworden. Mir gefällt, dass der Schal so unterschiedliche Seiten hat!


Aus Schal wird Jacke

Bei diesen kalten Temperaturen kann man – Überraschung! – warme Anziehsachen immer gut gebrauchen, hehe… Daher habe ich mir aus dicker Wolle eine flauschige & sehr warme Kuscheljacke gestrickt.

Erinnert sich noch jemand an meinen XXL-Schal? Bereits vor einiger Zeit war ich der Meinung, dass ich genug dicke Schals zuhause hätte und habe das Ganze aufgetrennt. Darauf folgten mehrere Versuche, die zahlreichen Wollknäuel in etwas Ansehnliches zu verwandeln. Dann stieß ich vor einem Monat glücklicherweise auf die „Campus Jacket“-Anleitung von Amy Christoffers. Nach ein paar Stunden Strickarbeit und etwa 50 Fäden, die vernäht werden mussten, war dann meine neue Jacke fertig. Wie man an meinem Gesichtsausdruck erkennen kann, bin ich seeehr zufrieden mit dem Ergebnis! Jetzt wird hier nichts mehr aufgetrennt! 😀

Gestrickt wurde die Jacke mit dem Garn „Alta Moda Super Baby Jaspé“ von Lana Grossa, welches aber nicht mehr erhältlich ist. Die Innenseiten der Taschen wurden mit dem gleichen Garn gestrickt, mit dem auch die Knöpfe angenäht wurden, also in einem Aubergine-Ton. Ich habe außerdem ein paar Kleinigkeiten abgeändert, was man auf meiner Ravelry-Projektseite genauer nachlesen kann. Wer das Ganze nachstricken möchte, dem empfehle ich, sich hier auch die anderen Projekte anzugucken, da es einen kleinen Fehler in der Anleitung gibt und in der ursprünglichen Version keine Knopflöcher vorgesehen sind.

Ein riesenriesengroßes Dankeschön geht an meinen wunderbaren Freund, der mich immer in meinen Strickkreationen ablichtet (und das bei diesen eisigen Temperaturen!). ❤️


Schal: Jujuy

Da es jetzt immer kälter wird, hatte ich Lust, mir einen Schal zu stricken. Entschieden habe ich mich für die Anleitung „Jujuy“ von der argentinischen Designerin Joji Locatelli.

So ist aus 178g bzw. knapp 700m Wolle dieses schicke Teil entstanden:

Verwendet habe ich BEARfoot Sock von Baerenwolle in der Farbe „Feivel“, sowie von Mondschaf die Qualität Hydra in „Greyjoy“ und „Black Hole“. Beide Garne haben bei 100g eine Lauflänge von 400m. Besonders anzumerken ist, dass die Wolle von Baerenwolle etwas weicher und fluffiger als die Hydra ist – die Kombination aus beiden Garnen finde ich aber irgendwie genau richtig. Außerdem hat die Farbe „Greyjoy“ beim Stricken übel auf die Hände abgefärbt (was bei handgefärbter Wolle wohl mal passieren kann). Ich hatte etwas Angst, dass sie dann beim Waschen auf das Hellgrau abfärbt, aber das ist zum Glück nicht passiert. Ich bin mit der Farbwahl auf jeden Fall mega zufrieden und der Schal trägt sich total angenehm.

Zu der Anleitung kann ich noch sagen, dass sie wirklich sehr einfach zu verstehen war. Allerdings muss man beim Stricken trotzdem oft aufpassen, wo man gerade ist, deswegen würde ich das Projekt nicht unter „mindless knitting“ verbuchen… 😛 Von Joji gibt es übrigens noch viele andere tolle Designs! Ein paar möchte ich auf jeden Fall irgendwann umsetzen. Vielleicht auch in näherer Zukunft… *hüstel* 😉


Strick-Liesl

Da ich mal etwas ohne Ärmel stricken wollte (Gibt es eigentlich irgendjemanden, der gerne Ärmel stickt?!), habe ich mich für das Modell „Liesl“ von CocoKnits entschieden. Dabei handelt es sich um ein langes Top mit seitlichen Taschen, das ziemlich lässig sitzt. Gestrickt wird es mit einem Leinen-Garn. Ich habe jedoch eine Leinen-Baumwoll-Mischung verwendet, nämlich das Garn Bomull-Lin von Drops. 🙂

Wie man sieht ist Schwarz nicht gleich Schwarz. Das liegt daran, dass ich aufgrund anderer Liesl-Projekte auf Ravelry zunächst davon ausgegangen bin, dass ich nur sieben Knäuel benötigen würde. Wie weit ich mit diesen kam, sieht man ja! 😀 Letztendlich habe ich dann neun Knäuel verbraucht. Die letzten beiden waren „Made in EU“ statt „Made in Turkey“ und nicht nur dunkler, sondern auch etwas weicher. Ich hatte aber echt Glück, dass mir das Garn genau unterhalb der Brust ausgegangen ist. Ich finde diesen kleinen Kontrast sogar irgendwie ganz gut. 🙂

Ein paar kleine Anpassungen habe ich jedoch vorgenommen. Die Armausschnitte wollte ich nicht so groß haben, deswegen habe ich den oberen Teil einfach etwas kürzer gestrickt. Und da ich ein etwas dickeres Garn verwendet und mich eh schon an der kleinsten Größe orientiert habe, mussten drei zusätzliche Abnahmerunden her. Insgesamt bin ich bis auf meine Verschätzung beim Garnverbrauch mit diesem Projekt super zurechtgekommen und mit dem Ergebnis sehr zufrieden. 🙂


Campside Cardigan

Juhuuu, es ist fertig! … „Was?!“ … Na, das Projekt zu dem neulich gezeigten Nailart. 🙂

Aus etwas mehr als vier Knäueln der Wolle Rios von Malabrigo in der Farbe „Aguas“ wurde der sogenannte Campside Cardigan nach einer Anleitung von Alicia Plummer. Man kann ihn auch offen tragen (siehe Fotos weiter unten), ich habe mir jedoch noch auf Dawanda eine Fibel gekauft, um ihn zu verschließen.

Mit dem Ergebnis bin ich wirklich sehr zufrieden! 🙂 Der Cardigan passt super und die Wolle trägt sich angenehm. Ich habe allerdings ein paar kleine Änderungen vorgenommen, die auf Ravelry nachzulesen sind. Besonders anzumerken ist, dass die verwendeten Knäuel – die alle aus einer Partie stammen – sehr unterschiedlich ausgefallen sind. Handfärbung halt. Daher habe ich für den Rumpf-Teil alle zwei Reihen abwechselnd zwei Knäuel verwendet.

Nachdem alle Fäden vernäht waren, habe ich den Cardigan kurz unter den Wasserhahn gehalten, das Wasser zwischen zwei Handtüchern ausgedrückt und das Strickstück dann auf einem Kleiderbügel leicht in Form gezogen. Dadurch ist der Cardigan ein paar Zentimeter länger geworden, was mich sehr gefreut hat, da er jetzt die für mich perfekte Länge hat.


Secrecy in „Vaa“

Da das Strickprojekt zum letzten Nageldesign noch in Arbeit ist, zeige ich heute ein Jäckchen, das ich vor Kurzem fertiggestellt habe. Dabei handelt es sich um das Design „Secrecy“ von Hana Maciejewska. Gestrickt habe ich es in Größe 34 mit drei Knäueln Malabrigo Silkpaca in der Farbe „Vaa“ (Tipp: Das Garn ist gerade bei Lanade um 15% reduziert!). Es wird mit doppeltem Faden gearbeitet. Da ich etwas Bedenken hatte, ob die Wolle reicht (laut Anleitung hätte ich nämlich vier Knäuel kaufen müssen -.-), habe ich für die Rand- und Ausschnitt-Verzierungen einen Faden „Vaa“ mit einem schwarzen Faden kombiniert. Mir gefällt dieser Kontrast sehr gut. Am Ende blieben dann sogar ∼15g Wolle übrig. Damit hätte ich das Jäckchen etwas länger machen können… Aber nochmal auftrennen?! Nein! 😀

Gestrickt wird Top-Down, also von den Schultern abwärts, und in einem Stück. Dadurch muss man am Ende keine einzelnen Teile zusammennähen, sondern nur ein paar Fäden vernähen, was ich sehr begrüßt habe. Verschlossen wird das Ganze vorne mit einem kleinen Häkchen.

Auf diesem besonders posingsicheren Foto ( 😀 ) sieht man die Ärmel etwas besser:

Und jetzt kommt das Specialige an diesem Jäckchen! Zwischen den Schulterblättern sitzt ein schickes Muster aus vier Kreuzen. Eigentlich sind in den Ecken und in der Mitte noch ein paar Noppen, aber die erkennt man irgendwie nicht so gut. 😛

Ein paar Details…

Für mein erstes aufwändigeres Projekt bin ich sehr zufrieden. Die Wolle ist mega weich und trägt sich sehr angenehm. Auch die Anleitung war total verständlich. Im Nachhinein würde ich ein paar Dinge anders machen (z.B. die Kante lockerer abketten), aber daran ist nicht die Anleitung Schuld, sondern einfach die Tatsache, dass ich noch keine Strick-Expertin bin. Jetzt habe ich wieder etwas dazugelernt und das ist ja auch nicht schlecht… 😉


#lotildakal – Kurze Jacke im Halbpatent

Ich habe bei meinem ersten Knitalong mitgemacht, nämlich dem #lotildaKAL, den die liebe Tanja von lotilda.de ins Leben gerufen hat. Es handelt sich dabei um eine kurze Jacke im Halbpatent, die mit zwei Garnen (einem Baumwoll-/Modal-Garn und einem Beilaufgarn aus Alpaka) gestrickt wird. Die Wolle an sich ist schon ziemlich weich, in Kombination mit dem Halbpatent ist die Jacke total fluffig und angenehm geworden. Ich denke, sie ist eher für die Übergangszeit und kühlere Sommertage gedacht. Die Fotos sind am Donnerstag bei 24° C in praller Sonne entstanden, da war mir schon etwas warm… 😀

Bei der Wolle handelt es sich übrigens um die Lamana Cosma und Piura in silbergrau. Gestrickt wurde mit Nadeln in Stärke 7 und 5.

Auf Tanjas Blog findet man Angaben für verschiedene Größen. Ich habe die Jacke in XS/S gestrickt und dabei fast 7 Knäuel Cosma und 1,5 Knäuel Piura verbraucht. Ich habe die Anleitung allerdings etwas angepasst. Da ich 1,70m groß bin, wurde mein Jäckchen etwas länger (insgesamt 117 R). Bei den Vorderteilen habe ich die Abnahmen in den Reihen 62, 72 & 82 gemacht. Da ich eher dünne Ärmchen habe, habe ich für die Ärmel nur 40 M aufgenommen und sie dafür etwas überlang gestrickt. Durch den Wechsel auf die kleine Nadel fürs Bündchen ist der Ärmel etwas puffelig geworden, was ich ziemlich süß finde.

Start des Knitalongs war übrigens Ende April / Anfang Mai. Begleitend gibt es eine #lotildaKAL-Facebook-Gruppe, bei der Nachzügler gerne noch dazustoßen können. Ich finde, dass die Gruppe eine super Idee ist, da man sich Anregungen und Ratschläge von den Mitstrickerinnen holen kann. Tanja hat sich viel Mühe bei der Anleitung gegeben und ich finde sie gut verständlich. Trotzdem habe ich einmal einen Fehler reingehauen und erst beim Zusammenstricken des Rückenteils mit den Vorderteilen gemerkt, dass ich beim Rückenteil eine Masche zu wenig angeschlagen hatte (Ups!) und deswegen das Muster bei den Randmaschen nicht aufeinandergetroffen ist. Da ich eine kleine Perfektionistin bin, habe ich das Rückenteil nochmal neu stricken müssen. Mit dieser Entscheidung war und bin ich aber sehr glücklich!

Wenn euch die Jacke gefällt, kann ich auf jeden Fall empfehlen, sie nach Tanjas Anleitung nachzustricken. Für Entscheidungen bzgl. Wolle und Farbe rate ich, mal in der Facebook-Gruppe vorbeizugucken. 🙂

Abschließend kann ich nur nochmal sagen, dass das Jäckchen total gemütlich und jetzt schon eines meiner Lieblingsteile ist. Bei der Wolle muss man nur ein bisschen aufpassen, dass man keine Fäden zieht (ich sag nur: Gürtelschnalle!)… 😉


Wärmendes für Boy & Girl

Bei mir ist momentan mal wieder der alljährliche Strickwahn ausgebrochen. 😇 Auch mein Boy profitiert davon, denn er hat fingerlose Handschuhe in seiner Lieblingsfarbe bekommen, die perfekt zu dem Loop-Schal passen, den ich ihm schon vor zwei Jahren gestrickt habe.

Für die Handschuhe wurde das Garn „Viva“ von Lang Yarns in der Farbe 79 (Verbrauch: ca. 40g) und ein Nadelspiel in der Stärke 4 verwendet. Ich habe 40 Maschen angeschlagen und mich grob an *dieser* Anleitung orientiert.

Für mich gab es (mal wieder) einen Schal. Gestrickt habe ich ihn aus vier Knäueln Alta Moda Alpaca von Lana Grossa in der Farbe 49 mit einer Rundstricknadel in der Stärke 7.

Es handelt sich dabei um einen dreieckigen Schal. Die Enden kringeln sich etwas ein (Keine Ahnung, ob ich ihn hätte spannen müssen!?^^)… Das macht aber nichts, denn ich trage ihn fast ausschließlich so, dass ich die langen Zipfel hinten verstecke:

… Und wenn ich die breiteste Stelle vom Schal um den Nacken lege, sieht er so aus:

Die Anleitung dafür ist übrigens total einfach. Ich habe drei Maschen angeschlagen und dann pro Reihe einfach beidseitig zwei Maschen zugenommen. Dazwischen wurde im Perlmuster gestrickt.
(Das Shirt ist übrigens auch selbst gebatikt! 😀 )


Kimono Jacke in Schwarz/Gold

Zu dieser schicken Kimono Jacke gibt es eine kleine Vorgeschichte, die ich kurz erzählen will… *räusper*
Ursprünglich wollte ich aus der Wolle (Linea Pura – Cashsilk Metal – 312) nämlich einen Seelenwärmer häkeln. (Anm.: Ein Seelenwärmer ist so eine Mischung aus Poncho und Bolero.) Dafür hatte ich mir erst einmal zehn Knäuel geholt. Als ich diese verhäkelt hatte, fiel mir auf, dass das Jäckchen zu kurz geworden war. Uff. Also nochmal fünf Knäuel nachbestellt, alles aufgetrennt und von vorne angefangen… Zwischendurch hatte ich auch verschiedene Häkelmuster ausprobiert und immer wieder etwas aufgetrennt, rumprobiert, nochmal aufgetrennt, usw. … Ende vom Lied: Ich war nicht zufrieden und kam dann leider (wenn auch spät^^) zu dem Schluss, dass die Wolle für ein Seelenwärmer-Projekt gänzlich ungeeignet war. 😛 FAILLL!

So. Nun hatte ich aber fünfzehn Knäuel dieser Wolle daheim rumliegen, die verarbeitet werden wollten… Nach etwas Online-Recherche fand ich im Shop von Knit Knit Berlin glücklicherweise eine Anleitung für eine Kimono Jacke mit genau dieser Wolle. Die Besonderheit an dieser Jacke ist, dass sie nur aus vier Teilen besteht: Einem langen Schal, dem Rückenteil und zwei Ärmeln.
Da meine Wolle zweifarbig ist, habe ich mich für die glatt rechts gestrickte Version entschieden, weil’s sonst für meinen Geschmack zu „unruhig“ geworden wäre und ich die Nähte hier auch irgendwie schöner finde.

Knapp drei Wochen später war die erste selbstgestrickte Jacke auch schon fertig und die Tete happy:

kimonojacke_1

Da ich obenrum Kleidergröße 34 trage und es die Anleitung nur für die Größen 36/38 und 40/42 gibt, habe ich das Ganze leicht abändern müssen… Die Cashsilk Wolle sollte nach Anleitung eigentlich mit einer 10er Nadel gestrickt werden. Ich bin bei der 8er geblieben, weshalb mein Strickstück kleiner ausfiel und ich daher bei der Breite ganz einfach die Maschenanzahl für die Größe 36/38 nehmen konnte. Bei der Länge habe ich mich hingegen an der Größe 40/42 orientiert. Also alles easy! 🙂

Da sich der Rand bei dem glatt rechts gearbeiteten Strickstück stark einrollt, bin ich für die Kante nach *diesem* Tutorial vorgegangen. Leider rollt sich der Rand immer noch etwas ein, was wohl auch an der Wolle liegt, aber vielleicht (bzw. hoffentlich^^) gibt sich das nach ein paar Waschgängen…

kimonojacke_seitlich

Beim Bündchen der Ärmel gab es die Abwandlung, dass ich die ersten zehn Reihen „zwei rechts zwei links“ gestrickt habe. Die Ärmel mussten außerdem insgesamt um mindestens 30 Reihen verlängert werden!

kimonojacke_ärmel

Mein Resümee: Die Jacke ging echt superflott zu stricken und ich bin total froh, dass die Wolle endlich zu etwas Schönem verarbeitet wurde! 🙂 Verbraucht wurden knapp vierzehn Knäuel. Aus dem Rest habe ich dann eine Mütze gestrickt.