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Teststrick: don’t ask

Vor ein paar Tagen hat Isabell Kraemer ihre neueste Anleitung für den „don’t ask“ Cardigan veröffentlicht. Ich durfte glücklicherweise wieder einmal für sie teststricken* und möchte hier nun mein Ergebnis vorstellen.

Es handelt sich bei dem Design und ein tolles Basic Teil, das locker geschnitten ist und sich unkompliziert kombinieren lässt. Ich habe die Strickjacke nun schon mehrere Male getragen und sie ist sehr gemütlich. 💕

Ich habe die Jacke aus 355g Wolle der französischen Firma „de rerum natura“ in der Qualität „Gilliatt“ und der Farbe „Fusain“ gestrickt. Diese Qualität (worsted weight) ist die größere Schwester der Qualität „Ulysse“ (sport weight), welche ich bei meinem Diane Cardigan verstrickt habe.

Ich finde die Wolle sehr schön und es gibt richtig tolle Farben zur Auswahl. Nach dem Waschen wird das Garn nochmal weicher, obwohl es vorher schon sehr angenehm ist.

Isabell Kraemer hat es mal wieder geschafft, einen klassischen Schnitt mit kleinen Details wie beispielsweise den false seams aufzuwerten. Und wie süß sind bitte diese kleinen Taschen!?!! 😍

Da vor ein paar Wochen noch die Geschäfte geschlossen waren, habe ich online bei Lüna Knöpfe gekauft und diese matten schwarzen Exemplare aus Kokosnuss gefunden. Sie passen farblich einfach perfekt! 🙂

Wer einen simplen, klassischen Cardigan mit der Option auf kleine Taschen stricken möchte, dem empfehle ich auf jeden Fall diese Anleitung. Sie ist wie gewohnt sehr verständlich geschrieben und meiner Meinung nach auch für ambitionierte Anfänger geeignet.

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler/Unverständlichkeiten.


Teststrick: Winston Cardigan

Als die liebe Rililie vor ein paar Wochen die ersten Fotos von ihrem Winston Cardigan veröffentlicht hat, war ich sofort Feuer und Flamme. Der Schnitt und die verwendeten Farben… große Liebe! 🖤 So habe ich mich auch wieder total gefreut, ihr neuestes Werk teststricken* zu dürfen. 🥰

Da ich aufgrund unseres Schottland-Urlaubs etwas weniger Zeit für den Teststrick hatte, habe ich nicht die Original-Wolle bestellt (Victoria von Ovelha Negra; aus Portugal), sondern Wolle aus meinem Vorrat verwendet bzw. selber gefärbt. Dabei habe ich ähnliche Farben wie Rililie verwendet, nur bei den Grau-Tönen wurde es etwas dunkler.

Meine Maschenprobe passt leider nicht 100%-ig, weswegen ich z.B. ein paar Reihen mehr gestrickt habe. Bei etwas mehr Zeit hätte ich vermutlich die Original-Wolle gewählt, aber andererseits hat es mir total viel Spaß gemacht, meine eigenen Farben zu färben.

Die schwarze Wolle ist von LITLG und heißt „Night“. Davon habe ich fast zwei komplette Stränge verbraucht – 5g blieben übrig. Den Rest habe ich gefärbt und dabei eine Qualität verwendet, die die gleiche Lauflänge (366m/100g) hat. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein einfädiges Garn.

Man braucht von den Kontrastfarben nur sehr wenig: für C1, C3 und C4 nur jeweils zwischen 5-10g. Nur von C2 habe ich etwas mehr als 40g verstrickt. Den genauen Verbrauch habe ich in meinen Projektnotizen auf Ravelry festgehalten. Der Vorteil am Selberfärben war hier übrigens auch, dass ich einen 100g-Strang vor dem Färben in kleinere Stränge zerteilen konnte und dadurch später nur wenig von den einzelnen Farben übrig geblieben ist.

Um das Streifenmuster zu kreieren, werden zwei verschiedene Nadelstärken verwendet (2mm & 4,5mm), was einen ziemlich coolen Effekt erzeugt.
Das mehrfarbige Muster bringt jedoch mit sich, dass man einige Fäden vernähen muss. Damit habe ich mir sehr gut am Flughafen von Edinburgh die Zeit vertreiben können. 😉

Die Abnahmen beim Ärmelbündchen finde ich ungewöhnlich und SO cool – guckt mal näher hin! Es ergeben sich zwei Dreiecke, einmal mit linken, einmal mit rechten Maschen.

Ein weiteres tolles Detail ist, dass die Abnahmen am body bei der abgerundeten Ecke zusammenlaufen.
Beim ribbing werden Zunahmen an der soeben erwähnten Rundung gestrickt und verkürzte Reihen.

Auch für das Abketten hat sich Rililie etwas einfallen lassen, das ich zuvor noch nie gemacht habe: Man kettet mit doppelt gehaltenem Faden ab und teilweise auch mit Zunahmen.

Rililie hat es mal wieder geschafft, eine geniale & anspruchsvolle Anleitung zu schreiben, bei der ich viele neue Techniken kennenlernen durfte. Kein „mindless“-Projekt, sondern wirklich etwas Besonderes! Das Design ist von der ersten bis zur letzten Masche spannend zu stricken. Ich kann die Anleitung auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr eine kleine Herausforderung braucht und etwas dazulernen wollt. 🤓 👍 Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und das Ergebnis ist echt supercool!

*Anm.: Als TeststrickerIn erhält man die Anleitung vorab kostenlos und prüft diese im Gegenzug auf eventuelle Fehler/Unverständlichkeiten.